Frühlingsmarkt lockt viele Zuschauer

Nachhaltigkeit und Kommerz vertragen sich gut

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Im kleinen Biergarten rund um den Marktbrunnen fragten sich manche Besucher, ob es nicht auch den ganzen Sommer über möglich wäre, hier ein bisschen Geselligkeit zu pflegen.

Rödermark - Insgesamt zufrieden waren die Organisatoren des Rödermärker Frühlingsmarktes. Die Besucherströme verteilten sich allerdings ungleichmäßig über die Stationen. Im Zentrum von Ober-Roden und in seiner „Filiale“ der Otzbergstraße war’s voll.

Nicht ganz so frequentiert wie in den vergangenen Jahren war das Märktezentrum. Und im Ortskern von Urberach hatten kaum Läden geöffnet. Eine Ausnahme war das Modehaus Schwarzkopf, das mit 50-Prozent-Rabatten und mehr lockte. Das Traditionsgeschäft schloss eigentlich schon Anfang des Jahres nach dem Tod von Inhaberin Martina Schwarzkopf, machte aber zum Frühlingsfest nochmals auf. Sophia Schwarzkopf, die Tochter der langjährigen Inhaberin, verspricht: „Es wird keinen Leerstand geben. Ich bin derzeit in Verhandlungen; das Haus wird auch in meinem Besitz bleiben.“

Filigrane Kunstwerke auf Eiern waren nur einige der vielen österlichen Deko-Ideen, die es im „Dinjerhof“ zu bewundern gab.

Ein Markt mit mehr Inhalten als nur Werben und Verkaufen – so etwa ließ sich der Rödermärker Frühlingsmarkt beschreiben. Seit die Organisation vom Gewerbeverein in die Hände der Wirtschaftsförderung unter der Leitung von Alfons Hügemann übergegangen ist, dominieren im Ortskern nicht mehr neueste Luxusmodelle von Autofirmen das Bild. Nachhaltigkeit und Klimaschutz stehen im Mittelpunkt. Der Andrang an den Ständen vor dem Rathaus war groß, wo ein Elektroauto mit Wasserstoff-Antrieb oder das Bike-Sharing mit seinen neuen auffallend blauen Zweirädern die Aufmerksamkeit auf sich zogen. Zum Motto „Mobilität gestern und heute“ trug auch der AFDC bei mit seinem kleinen Fahrradparcours bei, an dem sich nachmittags Schlangen jüngster Marktbesucher mit ihren Kinderfahrrädern anstellten.

Die Einzelhandelsgeschäfte waren zufrieden. Die Kunden kamen entweder einfach mal spontan vorbei; andere Firmen hatten zuvor mit Aktionen und Rabatten auf sich aufmerksam gemacht. An der Eisdiele standen nicht nur wetterbedingt endlich die ersten Schlangen. Und auch die trotz Markttag für den Verkehr geöffnete Ortsdurchfahrt bereitete keine Probleme – Mensch und Auto arrangierten sich.

Bilder: Frühlingsmarkt in Rödermark

Wie immer ein Hingucker und ein geselliger Treffpunkt war der „Dinjerhof“ mit seinem idyllischen Kunsthandwerksmarkt. Gute Verpflegung und Getränke und dazu Kreatives wie winzige Kunstwerke auf Hühner-, Enten- oder Gänseeiern zauberten vorösterliche Freude herbei. Auf dem Weg zum „Dinjerhof“ kamen die Besucher an der Traktorenschau vorbei, und wer sich traute, durfte eine Runde mit den historischen Bulldogs durch den Ort fahren.

Längst zu einem Publikumsmagnet ist auch die Firma Hosen-Dreher in der Otzbergstraße geworden. Hier war dank des Riesenkicker-Spaßes schon am Mittag der Hof prall gefüllt. (chz)

Quelle: op-online.de

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