Panaschierer waren Minderheit

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Michael Spieß (CDU) machte den größten Sprung.

Rödermark (lö) - Rund 10.708 Rödermärker beteiligten sich an der Kommunalwahl, doch nicht einmal jeder Zweite nutzte das Hessische Wahlrecht im vollen Umfang aus. Gemeindewahlleiter Manfred Pauschert teilte gestern mit, dass nur auf 40,1 Prozent der Stimmzettel kumuliert und panaschiert wurde.

2005 lag der Anteil der Wähler, die einzelnen Kandidaten bis zu drei Stimmen gegeben oder ihre Stimmen auf mehrere Parteien verteilt hatten, noch bei 45 Prozent.

Diese Minderheit hat die Rangfolge innerhalb der Parteien teils kräftig durcheinander gewirbelt. Von den CDU-Kandidaten auf den ersten zehn Plätzen blieb keiner auf der Position, die ihm der Vorstand zugedacht hatte - nach Ansicht der Vorsitzenden Patricia Lips ein Zeichen für Qualität.

Den größten Sprung nach vorne - vom 26. auf den 8. Platz - machte Michael Spieß, den sein Ehrenamt bei der Ober-Röder Feuerwehr bekannt machte. Auch Herbert Schneider (von 9 auf 3), Bernd Drescher (von 12 auf 4) und Horst-Peter Knapp (von 24 auf 10) profitierten vom Kumulieren. Die Spitzenkandidaten Jörg Rotter und Patricia Lips tauschten die Plätze; Maximilian Steiger, der mit 18 Jahren jüngste Kandidat aller fünf Parteien, rutschte vom 5. auf den noch sicheren 11. Platz.

Grüne Wähler waren mit ihrer Liste einverstanden

Bei den SPD-Wählern genoss der Vorsitzende des KSV Urberach, Werner Popp, das größte Vertrauen, und verdrängte den Fraktionsvorsitzenden Armin Lauer vom Spitzenplatz. Einen Sprung vom 12. auf den 6. Platz machte Hidir Karademir.

Grüne Wähler waren mit der Liste weitgehend einverstanden. Ihre Nummer eins ist die 24-jährige Stadtverordnete Katharina Rickert, ihr folgen Parteivorsitzender Eckhard von der Lühe und Fraktionsvorsitzender Stefan Gerl.

Nach dem momentanen Stand der Dinge hat der FDP-Fraktionsvorsitzende Tobias Kruger keinen Sitz im Stadtparlament. Auf seinen Listenplatz 2 rückte der Urberacher Arzt Dr. Heinrich Künneke vor. Den ersten Platz behauptete der Parteivorsitzende Hans Gensert.

Die Spitzenkräfte der Freien Wähler, Ingolf Heiß und Manfred Rädlein, tauschten die Plätze.

Rödermarks beliebteste Politikerin ist übrigens AL-Frau Katharina Rickert. Mit 6 952 Stimmen führt sie die Rangliste an.

Quelle: op-online.de

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