IGOR zieht Bilanz

Partys unterm Apfelbaum nerven

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Kai Nees und Joachim Sonnleiter montierten den abgerissenen Tütenspender wieder am Laternenpfahl.

Ober-Roden - Nachtschwärmer haben das „Hundeklo“ der Initiative IGOR abgerissen. Ansonsten fiel die Bilanz bei der Hauptversammlung aber positiv aus.

Überschüssige Kraft hatten offenbar die Gäste einer nächtlichen Freiluftparty. Sie haben den Tütenspender, den die Interessengemeinschaft Ortskern Ober-Roden (IGOR) an der Trinkbornschule für verantwortungsbewusste Hundebesitzer aufgehängt hat, abgerissen.

Die wilden Feten unterm Apfelbaum in der Rilkestraße nerven die Nachbarn schon lange. Wenn sie nachts das Gegröle der Betrunkenen hören, wissen sie schon, dass am Morgen danach überall Dreck herum liegt, klagte IGOR-Mitglied Kai Nees.

Normalerweise verteilen die Unruhestifter nur die Hundekottüten in der Umgebung, diesmal schmissen sie den Spender gleich mit dazu. Immerhin: Außer den Schweißnähten der Befestigungsschellen blieb alles heil. Kai und Carmen Nees sowie Joachim Sonnleiter haben den Blechkasten gleich wieder drangeschraubt.

Gute Zusammenarbeit mit Vereinen und Gruppen

Die IGOR hatte den Spender voriges Jahr aufgestellt, um die Bemühungen der Stadt um Sauberkeit zu unterstützen. Ihre Mitglieder haben auch die vollen Tüten auf eigene Kosten beseitigt.

Die Unterstützung städtischer Projekte war auch Thema der Hauptversammlung. „IGOR wird im Stadtgeschehen deutlich wahrgenommen und wird auch 2014 mit Leistung überzeugen“, machte der Erste Sprecher Ernst Schäck deutlich.

In seinem Rückblick hob er die Kooperationen mit Vereinen und Gruppen hervor. Durch sie würde IGOR etwa den „Menschen vor Ort“ oder dem Tischtennisclub DJK Ober-Roden beim Ortskernfest und bei der Walpurgisnacht helfen. Zahlreiche Ortskernführungen mit Reinhard Berker und zwei Fahrradtouren rundeten das historisch-mundartliche Angebot ab, dessen Höhepunkte die Laternenwanderung am Dreikönigsfest und die Ortskernführung für den St. Nazarius-Kindergarten im letzten Sommer waren. Erstmals präsentierte sich IGOR auch der Öffentlichkeit mit einem Weinstand im „Dinjer-Hof“. Nachdem alle Helfer viel Spaß hatten, denkt die Initiative über Wiederholungen nach.

Demnächst sollen Bürger befragt werden

Das „Weihgässchen“ gegenüber der katholischen Kirche erhielt voriges endlich ein Schild, das den Namen dokumentiert, der sich im Volksmund schon lange eingebürgert hat. Dass das Stadtparlament der Umbenennung zustimmte, führen die IGOR-Aktivisten auf ihre Beharrlichkeit und die des Heimat- und Geschichtsvereins zurück.

Wilhelm Schöneberger und Arno Mieth wiesen bei der Versammlung auf das Leitbild-Projekt „Attraktive und lebenswerte Ortskerne in Ober-Roden und Urberach“ hin, für das sich IGOR ebenfalls stark macht. In Kürze wird ein Fragebogen an die Eigentümer, Geschäftsinhaber und Mieter im Ortskern verteilt. Er befasst mit der Verkehrs-, Bau- und Wohnsituation im Altort. Die Antworten sollen helfen, Ideen zur Verbesserung zu entwickeln.

Den Abschluss bildeten Reinhard Berkers neueste Anekdoten, die er teils in Mundart und, wenn die fragenden Gesichter immer mehr wurden, ab und zu auch in Hochdeutsch vortrug. Sie machten Lust auf mehr - vielleicht schon beim Walpurgisfest der DJK im „Dinjer- Hof“ am 30. April.

lö/chz

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Quelle: op-online.de

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