Dreistündige Inspektionsfahrt auf dem „wumboR“-Radweg

„Perle“ soll wieder glänzen

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Das größte Hindernis der Radwegkontrolleure war ein umgestürzter Baum zwischen Messenhausen und der Bulau. Dessen Beseitigung geht aber schneller über die Bühne als die Beseitigung der kleinen Fehler, die Ralf P. Flachowsky und Willi Böllert festgestellt haben.

Rödermark - Eine über die Jahre hinweg matt gewordene „Rödermärker Perle“ wird aufpoliert: Die Stadt lässt den „wumboR“-Radrundweg in Schuss bringen. Drei Radler hatten die 21 Kilometer lange Strecke auf Schwachstellen überprüft und etliche gefunden.

Der nach dem Stadt-Maskottchen „wumboR“ benannte Radweg wurde 2015 von unserer Zeitung als „Rödermärker Perle“ gewürdigt. Doch die hat inzwischen viel von ihrem Glanz verloren. Willi Böllert (83), auf dessen Initiative der Weg 2009 markiert wurde, unternahm mit Ralf P. Flachowsky (ebenfalls 83) eine Inspektionstour. Begleitet wurden die höchst vitalen Senioren von Thomas Mörsdorf, dem Leiter des Bürgermeisterbüros, der die Schäden protokollierte.

„Kümmere dich doch mal um deinen Weg!“ bekam Willi Böllert in den vergangenen Wochen immer wieder zu hören. Ihm war quasi vor der Haustür im Breidert aufgefallen, dass Brennnesseln von beiden Seiten auf den Weg wucherten. „Es hat mir wehgetan, den schönen Weg so vergammelt zu sehen“, bedauert Böllert.

Das Trio hat bei seiner dreistündigen Fahrt vier „Schadensgruppen“ identifiziert: Die Hinweisschilder fehlen oder wurden verdreht, Schilder sind verdreckt und zugewachsen, Pfähle sitzen locker oder schief, Mängel am baulichen Zustand wie zum Beispiel zu grober Schotter. Flachowsky: „Deswegen fahre ich mit meinem Sportrad schon gar nicht mehr auf die Schönwaldau oder zwischen Breidert und der Kläranlage.

Auf den Betriebshof werden nun einige Arbeitsaufträge zukommen, die nach und nach in Angriff genommen werden. Auch dabei wollen die Radfahrer behilflich sein.

Zwischen Messenhausen und Bulau wurden die Inspekteure auf eine besondere Probe gestellt: Dort stoppte ein umgestürzter Baum ihre Tour. Er wird zersägt und abtransportiert. Verfahren haben sich die drei nur einmal: Ein Waldarbeiter, der mit einem Großfahrzeug Gräben neben dem Weg zog, lenkte die Aufmerksamkeit dermaßen auf sich, dass sie die Schilder übersehen haben. Ansonsten konnten sie der Wegeführung sehr gut folgen, so dass die Rundfahrt trotz einiger fehlender Markierungen auch ohne Karte erfolgreich endete. (lö)

Quelle: op-online.de

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