Personalnot bei Planern beklagt

Rodgau - (eh) Der Personalabbau der letzten Jahre und der Dauer-Streit zwischen Bürgermeister Schwab und dem Rest des Magistrats belasten die Arbeit der Stadtverwaltung weiterhin. Besonders deutlich wird das in der Planungsabteilung. Dort sind nur noch zwei von vier Schreibtischen besetzt.

Es sei „völlig ausgeschlossen“, dort alle Aufgaben vollständig, zeitnah und fachlich qualitativ zu erledigen, teilte der Bürgermeister jetzt dem Stadtparlament mit. Die Folge: Die Planer konzentrieren sich auf Pflichtaufgaben wie Bebauungspläne und Stellungnahmen zu überörtlichen Planungen. Alle anderen „freiwilligen“ Aufgaben sollen auf Geheiß des Bürgermeisters zunächst liegen bleiben. Dazu zählen städtebauliche Konzepte, Grün- und Freiraumplanung sowie Verkehrsplanung.

Einhelliges Lob hatte die Planungsabteilung kürzlich für ihre fundierte Stellungnahme zum Staudinger-Ausbau erhalten, die sie gemeinsam mit der Umweltabteilung formuliert hatte. Bereits im letzten Jahr hatten die Planer den Bebauungsplan für das Medizinische Kompetenzzentrum Nieder-Roden innerhalb kürzester Zeit überarbeitet.

Zu dem personellen Engpass war es gekommen, nachdem die bisherige Abteilungsleiterin Jutta Lusert zur Amtsleiterin aufgerückt war. Zudem kündigte die Landschaftsplanerin. Beide Stellen wurden nicht neu besetzt, weil der Magistrat immer noch auf ein Gesamtkonzept im Rahmen der angestrebten Verwaltungsreform wartet. Es sei Aufgabe des Bürgermeisters, ein solches Konzept vorzulegen; die bisher geäußerten Vorschläge reichten nicht aus.

Die Personalnot in der Planungsabteilung ist für Personalratsvorsitzende Sabine Fischer nur die Spitze des Eisbergs: „Wenn in einer Abteilung die Hälfte der Leute fehlt, dann können nicht alle Aufgaben erledigt werden.“ Auch in anderen Abteilungen gebe es Engpässe. Von einer guten Personaldecke könne im Rathaus schon lange keine Rede mehr sein. Bereits vor einem Jahr hatten sich 12 000 Überstunden angesammelt. „Wir gehen davon aus, dass es nicht weniger geworden sind“, so Fischer. Aktuelle Überstundenzahlen lägen jedoch nicht vor. Ein besseres Miteinander zwischen Dienstherr und Personalvertretung liege im Interesse aller Beteiligten: „Wir haben alle ein gemeinsames Ziel: Ein gutes Arbeitsklima und gute Arbeitsbedingungen.“

Quelle: op-online.de

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