Urberacher Weinfest von der Sonne verwöhnt / Gute Tropfen aus vielen Regionen an den Ständen in der Bachgasse

Petrus und Bacchus gehen Hand in Hand

Den verkaufsoffenen Sonntag nutzte auch Axel Fritz, um sich bei Augenoptikerin Marina Stritzinger bei Optik Cremer in aller Ruhe eine neue Sonnenbrille auszusuchen.

Urberach - (chz) Zum ersten Mal in seiner noch jungen Amtszeit eröffnete Gewerbevereinsvorsitzender Manfred Rädlein gemeinsam mit Bürgermeister Roland Kern und vielen Gästen am Samstag pünktlich um 17 Uhr die neunte Orwischer Woigass.

Rund um die idyllische Ecke Erbsengasse und Bachgasse war‘s noch ruhig, als die beiden Groß-Umstädter Weinprinzessinnen Annkatrin und Christina den ersten Rundgang durch die Stände mit deutschen, Elsässer, Südtiroler und ungarischen Weinköstlichkeiten begleiteten. Doch bald sollte es zunehmend belebter an den Ständen der Vereine und einiger Rödermärker Weinhändler werden.

Manche Vereine wie etwa der MTV fehlten ebenso wie das alljährliche Platzkonzert. Doch die Gäste wurden auch so mit Speis und Trank aus allen Regionen verwöhnt, genossen die partnerschaftlichen Tropfen aus Tramin ebenso wie ausgefallenere Bouquets und tauchten in die gesellige Stimmung zwischen den liebevoll geschmückten Buden ein.

Seit Anfang an gut vertreten ist die evangelische Petrusgemeinde, die für ihre Weinwanderwochenenden und ihren Petruswein wohl bekannt ist. Diesmal hatte die Gemeinde einen „Orwischer Winzerfladen“ neu auf die Speisekarte gesetzt.

Auch der Heimat- und Geschichtsverein nahm sich im Töpfermuseum wieder der Woigass an. Unter dem Titel „Wein und Worte“ hatte der inzwischen pensionierte Historiker Norbert Cobabus mit viel Liebe literarische Texte und passende Bilder rund ums Thema Wein zusammengestellt. So erfuhr man etwa rechtzeitig, dass der Nutzen des Weines nach einem römischen Sprichwort der Kraft der Götter gleichgesetzt werden kann. So bestärkt, konnten die Besucher sich dann ganz den mannigfachen Angeboten aller Lagen und Rebensorten in der Woigass hingeben.

Am Sonntag Nachmittag kamen schließlich auch die Kinder auf dem Platz vor dem Töpfermuseum auf ihre Kosten. Beim Figurentheater „Der verrückte Obstkarren“ brachen die jüngsten Gäste in schallendes Gelächter aus, anschließend ließen sie sich schminken, malten Mandalas oder nutzten die Angebote aus dem Spielmobil, alles organisiert und zusammen mit Kaffee und Kuchen angeboten vom Förderverein des katholischen Kindergartens St. Gallus.

Guten Zuspruch fand dank des Sommer versprechenden Wetters auch der verkaufsoffene Sonntag, an dem sich mehrere Rödermärker Geschäfte beteiligten und der vor allem in Urberach gut genutzt wurde - als kleine Stippvisite auf dem Weg zur Woigass und zurück.

Schon am Sonntag Nachmittag waren die Organisatoren, allen voran Peter Müller, sehr zufrieden mit der neunten Orwischer Woigass: „Im Vorfeld gibt’s immer Kleinigkeiten, an denen man manchmal verzweifeln möchte, aber es läuft alles sehr gut und nach der Rekordbeteiligung vom vergangenen Jahr ist auch dieses Jahr eine gute Zahl von Anbietern und schon gestern eine große Besucherzahl zu registrieren, die sich bisher alle zufrieden geäußert haben.“

Quelle: op-online.de

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