Petrusgemeinde eröffnet Gotteshaus

Die Kirchenglocken läuten wieder

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Kein Festakt mit vielen Reden, sondern erstes Glockengeläut und ein kleiner Schnitt der Kirchenvorstandsvorsitzenden Carmen Brößler eröffneten die renovierte Petruskirche und gaben den Weg frei für alle Besucher.

Urberach - Bewegt nahmen viele Gemeindeglieder der evangelischen Petrusgemeinde wahr, dass wenige Minuten nach 10 Uhr am Sonntag erstmals seit Pfingsten die Kirchenglocken wieder erklangen.

Sie kündeten die frohe Botschaft, dass die Renovierung ihres Gotteshauses abgeschlossen ist. „Wir lassen Sie nicht im Regen stehen“, hatten Carmen Brößler, die Vorsitzende des Kirchenvorstandes, und das Pfarrerehepaar Sonja und Oliver Mattes nach Weihnachten versprochen, als große Putzstücke von der Decke des baufälligen Kirchenschiffes gefallen waren. Dank der Tatsache, dass die Renovierungspläne schon fast fertig in den Rechnern warteten, ging es zügig und reibungslos voran. Selbst die Finanzierung des 210.000 Euro teuren Projekts - einschließlich des 73.500 Euro teuren Eigenanteils der Gemeinde - waren gut vorbereitet, sodass keine neuen Kredite aufgenommen werden mussten. Für all diese gute Vorarbeit, für die Abwicklung der zügigen und fast problemlosen Bauphase und für die zahllosen Spenden bedankten sich Pfarrerin, Pfarrer und Kirchenvorstandsvorsitzende herzlich bei den Gästen der kurzen und von Freude geprägten Eröffnungsfeier.

Mit Bildern erinnerten sie daran, wie die Kirche sich seit den 50er Jahren in mehreren Schritten bis zur jetzigen Renovierung entwickelt hatte und machten auf die vielen Neuerungen aufmerksam: die niedrigere Brüstung an der von der alten Orgel befreiten Empore, die unauffälligeren Lampen, die helleren und freundlicheren Farben im ganzen Kirchenschiff, den in der Decke angehobenen Übergang und das damit erweitert wirkende Seitenschiff und vieles mehr. Gut zu sehen ist auch der für die Petruskirche typische Hahn, der bislang verborgen in einem der Fenster harrte. Von außen betrachtet fallen das Satteldach, das den Turm zurückerobert hat, und das dadurch viel deutlicher auf die Kirche aufmerksam machende Kreuz an dessen Spitze auf. Der Rückschnitt mancher Bäume und Büsche gibt den Blick auf die Kirche frei.

Architekt Andreas Hein, der maßgeblich zum guten Gelingen beigetragen hatte, bedankte sich schriftlich aus dem Urlaub bei den vielen unermüdlichen Helfern - allen voran Gemeindevertretern und Handwerksfirmen. Das Pfarrerehepaar ergänzte diesen Dank mit kleinen Präsenten. Sonja Mattes verhehlte aber auch nicht, dass noch einige kleine „Baustellen“ abzuarbeiten sind und natürlich auch noch Wünsche offen bleiben mussten: so etwa ein Hochleistungsbeamer und ein Bildschirm.

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„Aber wir haben auch so sehr viel erreicht!“ freute sich Pfarrerin Mattes und dankte mit dem Lied „Großer Gott, wir loben dich“, ehe die Kirche sich noch einmal leerte und die Glocken erneut zum Erntedankgottesdienst riefen. Was mit einem Gläschen Sekt vor der Kirche begonnen hatte, endete im Gemeindehaus mit einer gemeinsamen Suppe und mit Streuselkuchen, umrahmt von einem Platzkonzert des Posaunenchores. Vom erfolgreichen Abschluss kann sich jeder Bürger selbst überzeugen. Die Petruskirche ist nun wieder jederzeit geöffnet.

(chz)

Quelle: op-online.de

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