Pferdesteuer erhitzt die Gemüter

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Geht es nach dem Willen der FDP, wird das Reiten in Rödermark um bis zu 200 Euro im Jahr teurer. Die Liberalen wollen prüfen lassen, was eine Pferdesteuer der Stadt bringt.

Rödermark (lö) - Ein Großteil unserer Leser ist der Ansicht, dass der Pferdesteuer-Prüfungsantrag der FDP auf den Misthaufen gehört.

Beim - allerdings nicht repräsentativen - Online-Votum unserer Zeitungsgruppe sagten 60 Prozent der Befragten: Lohnt sich nicht, der Verwaltungsaufwand steht in keiner Relation zu den erwarteten Einnahmen von knapp 20.000 Euro. Exakt 33,3 Prozent teilten aber auch die Auffassung der Liberalen, für jedes Pferd eine größenabhängige Steuer zwischen 100 und 200 Euro jährlich zu erheben. Das sei nur gerecht gegenüber Hundebesitzern, die von den Kommunen schon lange zur Kasse gebeten werden. 5,5 Prozent sagten, dass bei einem prognostizierten Haushaltsdefizit von 9,5 Millionen Euro jeder Cent zählt.

„Warum sollen die Pferdebesitzer irgendwelche Löcher stopfen?“

„Warum sollen jetzt die Pferdebesitzer irgendwelche Löcher stopfen ? Viele Pferdebesitzer sparen sich die Tiere mühevoll von ihrem Gehalt ab - es sind nicht alle reich, die ein Pferd haben. Wenn die Steuer kommen sollte, werden viele Tiere beim Schlachter landen“, befürchtet Silke Menzel Schlimmes. Die Reiterin weist auch darauf hin, was alles an dem Pferd „dranhängt“ wie Stallbetreiber oder Futtermittelhersteller.

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Ein weiterer Leser fordert Gerechtigkeit für alle Tierhalter: „Die Einführung einer solchen Steuer wäre völlig richtig. Für jeden Hund muss schließlich auch gezahlt werden.“ Manuela Reich verzichtet auf Urlaub und Markenklamotten, um sich das Reiten leisten zu können: „Für mich wäre die Pferdesteuer ein Schlag ins Gesicht!“ Als nicht ganz ernst gemeinte Alternativen schlägt sie eine Politikersteuer oder eine Steuer für dumme Ideen vor.

Quelle: op-online.de

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