„An der Rodau“

Pflegestift mit Wohlfühlfaktor

+
Sie hatten am Tag der Einweihung gut Lachen: Margarete Köhler (95), vor etwa einem Monat aus Essen in die Nähe ihres Sohnes hierher gezogen, sowie Pflegedienstleiterin Sandra Wolf, Einrichtungsleiter Thorsten Roch (links) und Artemed-Geschäftsführer Philipp Hünersdorf.

Urberach - Das neu erbaute Pflegestift „An der Rodau“ öffnete am gestrigen Freitag offiziell seine Türen mit einem Einweihungsfest, bei dem sich die Bevölkerung ebenso wie Bürgermeister oder Pfarrer einen Eindruck verschaffen konnten.

Das Pflegestift ist eine vollstationäre Pflegeeinrichtung im Wohngruppenkonzept mit 108 Plätzen; die Zimmer sind komplett ausgestattet, persönliche Mitbringsel sind jedoch gern gesehen, wie sich die Mitarbeiter sich generell weitgehend um die Biographie ihrer Bewohner bemühen und sie in die Pflege mit einbeziehen. Voraussetzung für eine Aufnahme ist allein die Pflegebedürftigkeit – einschließlich der Stufe 0, der niedrigsten Einstiegsklassifizierung. Am Tag der offiziellen Einweihung leben hier schon 25 Bewohner; weitere zehn Verträge sind abgeschlossen, dazu gibt es 50 ernsthafte Interessenten. „Ein Zeichen für eine gute Standortwahl“, gibt Einrichtungsleiter Thorsten Roch ein Kompliment an den Geschäftsführer der Artemed Seniorenzentren, Philipp Hünersdorf, weiter,

Das Haus arbeitet derzeit mit rund 35 Mitarbeitern, „davon 80 Prozent echte Fachkräfte“, wie Thorsten Roch verkündet. Die im Mietpreis enthaltenen Leistungen umfassen neben dem Wohnraum allgemeine Pflegeleistungen wie Langzeit- und Spezialpflege, Palliativversorgung einschließlich der Möglichkeit für Angehörige zu übernachten und zu essen. Die allgemeinen Leistungen beinhalten neben den Mahlzeiten viele Serviceleistungen einschließlich Bettwäsche, Internetanschluss und mehr. Die Vernetzung mit Einrichtungen in der Region sind in vollem Gang. Mehrere Hausärzte und Fachärzte haben bereits ihre Besuche zugesagt, ebenso Augenarzt, Fußpflege, Friseur und andere. „Es ist uns ein großes Anliegen, mit der Seniorenarbeit der Stadt ebenso zu kommunizieren wie etwa mit den anderen Einrichtungen, mit denen wir nicht in Konkurrenz stehen.

Freie und offene Bauweise

Jede der Senioreneinrichtungen in der Stadt hat ihren eigenen Schwerpunkt und ein unterschiedliches Konzept“, erläutert Thorsten Roch. „Die meisten unserer bisherigen Bewohner kommen aus der Gegend. Manche sind allerdings von ihren Kindern von weiter weg hierher geholt worden“, berichtet Thorsten Roch. Wichtig ist ihm die freie und offene Bauweise, die dem Bedürfnis nach Geselligkeit gerade bei den eher vereinsamenden älteren oder kranken Menschen entgegenkommt. Deshalb gibt’s hier keine Zentralküche im Keller (wo dafür ein Blockheizkraftwerk steht), sondern selbständig zubereitende Küchen in jedem Stockwerk, die sich um die gesamte Versorgung kümmern. Damit ist auch ein ständiger Ansprechpartner in der Nähe gewährleistet.

Eröffnungsfest im neuen Artemed Seniorenzentrum: Der großzügige Charakter des ersten Eindrucks setzt sich im Inneren des Hauses fort: dem Wohngruppenkonzept soll durch viel offenes Blickfeld und großzügige Raumgestaltung ein Hotelcharakter verliehen werden.

Sind die Angestellten in diesem Servicebereich gerade nicht mit dem Essen beschäftigt, so stehen sie für andere Aktionen wie Spiele, Vorlesen oder mehr bereit. „Hier ist 365 Tage jeweils rund um die Uhr jemand direkt erreichbar; hier fühlt sich niemand allein.“ Und garantiert immer jemanden zum Erzählen finden die Bewohner auf der „Papstbank“, einer fünf Meter langen Holzbank vor dem Eingang, die Geschäftsführer Philipp Hünersdorf vom Gottesdienst von Papst Benedikt XVI auf dem Flughafen in Freiburg aufgetrieben hat. Auch sie wurde wie das ganze Haus bei der Einweihung gestern Nachmittag von den Pfarrer Klaus Gaebler und Oliver Mattes gesegnet.

(chz)

Quelle: op-online.de

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare