Platz für Unternehmen

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Hier könnte neue Gewerbe entstehen. Die Fläche an der Paul-Ehrlich-Straße ist geräumt.

Rödermark - Das Innovations-Centrum Rödermark (IC) möchte der Gewerbebrache Paul-Ehrlich-Straße 13 neues Leben einhauchen. Der Besitzer des Geländes hat alle Gebäude, die auf dem 8 400 Quadratmeter großen Grundstück standen (Büros, Produktionshalle), abreißen lassen. Von Bernhard Pelka

Derzeit transportieren schwere Lkw die letzten Trümmer ab. Schon gibt es Kaufinteressenten für die Liegenschaft. Von Oktober 1992 bis Mitte 2008 produzierte dort die Firma „Poligrat“ - ein Spezialist für die Veredelung von Metalloberflächen. Dann ging das Unternehmen an einen neuen Besitzer und wanderte ab. Der Inhaber möchte das Areal jetzt vermarkten. Unterstützung findet er dabei vom IC, mithin der Stabsstelle Wirtschaftsförderung der Stadt. „In diesem Fall klappt die Zusammenarbeit mit dem Grundstücksbesitzer optimal“, lobt deren Leiter Till Andrießen die gemeinsamen Verkaufsbemühungen. Das IC dient dem Grundbesitzer kostenlos als Vertriebspartner und Lotse bei Behördenfragen vor Ort.

So vorbildlich wie bei diesem Positivbeispiel sind die Kontakte zwischen Wirtschaftsförderung und Grundeigentümern aber leider nicht immer. Manches Projekt scheitert am Desinteresse zu verkaufen, am Streit unter Eigentümern oder an überzogenen Preisvorstellungen. Generell wünschen sich Andrießen und sein Kollege Alfons Hügemann einen intensiveren Austausch - etwa zwischen Maklern, Immobilienbesitzern und IC Rödermark. Denn die Reaktivierung brach liegender Gewerbegrundstücke ist für die Stadt von herausragender Bedeutung. Schließlich gibt es in Rödermark (inklusive privater Flächen) nur noch etwa vier Hektar freies Gewerbeland. Die Reserven sind also fast erschöpft. Zwar liegen der Wirtschaftsförderung Daten über Leerstände, die man mit neuem Leben füllen könnte, durchaus vor. Das IC hat jetzt allerdings damit begonnen, diese Daten in einem Leerstandskataster systematisch zu erfassen. Die vertieften Fakten sollen die Vermarktung wesentlich erleichtern. Zunächst ist bei der Datenerhebung das Industriegebiet in Ober-Roden an der Reihe. Etwa bis Ende des ersten Quartals 2013 sollen erste und vorläufige Ergebnisse vorliegen.

Perspektivisch wird die neue Datenbank ausgeweitet werden auch auf Einzelhandelsflächen. „Das soll eine Information sein für Makler, Kaufinteressenten, Vermieter und Eigentümer. Wir wollen den Markt umfassend darstellen“, erläutert Andrießen. Um die Kommunikation der verschiedenen Interessengruppen zu beleben, laden das IC und Bürgermeister Roland Kern für Mitte November die Immobilienwirtschaft, Handel, die Industrie- und Handelskammer, die IGOR und weitere Gesprächspartner zum Runden Tisch. Das Thema: „Innenstadt / Einzelhandel.“

Quelle: op-online.de

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