Ein Plus trotz Schweinegrippe

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Besonders intensiv waren bei diesem Blutspendetermin die Vorgespräche des ärztlichen Personals mit den Spendern. Ihre Fragen galten vor allem Urlaubszielen, aus denen Reisende womöglich mit Schweinegrippe infiziert zurückgekommen sein könnten.

Urberach - (chz) Es ist nicht die Angst vor zusätzlich benötigtem Blut, die derzeit bei den Spendenaufrufen des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) im Vordergrund steht. Viel größer ist die Sorge, dass mit vermehrten Infektionen mit Schweinegrippe längerfristig eine große Zahl an regelmäßigen Spendern ausfallen könnte.

Doch noch lassen sich die Rödermärker von dem Wirbel um die Krankheit nicht anstecken.

Der Blutspendetermin am Dienstag in der Halle Urberach stimmte die Helfer des DRK Urberach wie auch des Blutspendedienstes Hessen jedenfalls sehr zufrieden. Nach eineinhalb Stunden, noch vor Einsetzen des feierabendlichen Ansturms, hatten bereits 61 Personen die Prozedur durchlaufen, weitere 15 etwa waren gerade im Untersuchungs- und Spendeprozess.

Die letzte Blutspende dieses Jahres ist am Samstag, 21. November, ab 12 Uhr.

Am Ende waren es 221 Konserven, die wir von 237 Spendern entgegennehmen konnten, darunter die ungewöhnlich hohe Zahl von 22 Erstspendern“, freuten sich Robert Löhr und Heinz Groh, Kassierer und stellvertretender Vorsitzender beim DRK Urberach. Auch die diensthabende Ärztin Dr. Olga Kononovitch, seit 15 Jahren mit dem Blutspendedienst unterwegs, war ausgesprochen zufrieden: „Bei allen Terminen in den letzten Wochen haben wir trotz der Ferien leichte Steigerungen zu vermelden.“ Besonders intensiv fragt sie vor der Blutabnahme die aktuelle Vorgeschichte der Patienten ab: Menschen mit grippeähnliche Symptomen wie Fieber oder Magen-Darm-Beschwerden werden wieder nach Hause geschickt, ebenso Interessenten, die in den letzten Wochen in USA, Kanada, Mexiko oder Asien unterwegs waren.

Die Gespräche sind diskret, anonym und freundlich wie die ganze Stimmung rund um die Blutspende, was auch Sabine Schalkau während ihrer Blutentnahme zu Lob anspornt: „Ich fühle mich sehr gut versorgt hier. Ich bekomme auch stets eine persönliche Einladung zu den Spendeterminen, in der auch die Termine der umliegenden Orte vermerkt sind, damit man notfalls auch mal ausweichen kann.“ Wegen Medikamenteneinnahme hatte die Waldackerin ein Jahr aussetzen müssen, doch nun will sie wieder regelmäßig kommen.

Quelle: op-online.de

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