Wenig Straftaten, hohe Aufklärungsquote

Kriminalstatistik: Einbrecher kaum zu fassen

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Rödermark - 1 206 Straftaten wurden 2013 bei der Polizei angezeigt, 789 dieser Verbrechen klärten die Beamten auf. Rechnet man die Fälle auf die Einwohnerzahl runter, ist Rödermark die fünftsicherste Stadt im Kreis Offenbach. Von Michael Löw 

Der Leiter der Polizeistation Dietzenbach, Klaus-Peter Hofmann, und der Chef der Ermittlungsgruppe, Michael Berkefeld, erläuterten die Kriminalstatistik 2013 gestern im Gespräch mit unserer Zeitung. 1 206 Straftaten sind zwar geringfügig mehr, nämlich sechs, als 2012 aber deutlich weniger als in den Spitzenjahren 2004 und 2011 (jeweils 1 656). Vor zwei Jahren trieb eine Serie von Wohnungseinbrüchen und Betrügereien die Zahlen nach oben.

„Höchst zufrieden“ ist Berkefeld, quasi der Dietzenbacher Kripochef, mit der Aufklärungsquote von 65,4 Prozent. Im Jahr zuvor lag sie noch knapp unter 60 Prozent. Doch das sind Momentaufnahmen: 2013 nahm die Polizei eine bundesweit operierende Bande von Autoknackern fest. Damit waren auch alle 53 Navi-Diebstähle in Rödermark geklärt. Die 15 Navi-Diebstähle des Jahres 2012 tragen dagegen immer noch das Aktenzeichen „ungelöst“.

Grob gesagt gilt: Je schwerer ein Verbrechen, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass die Täter erwischt werden. Rohheitsdelikte wie Raub oder räuberische Erpressung werden zu 92 Prozent, Gewaltkriminalität zu knapp 83 Prozent geklärt. Eher bescheiden sind die Polizeierfolge nach Wohnungseinbrüchen: maximal 3,1 Prozent Aufklärungsquote. Gerade diese Verbrechen treffen die Opfer besonders hart, weil die Täter buchstäblich in ihre Intimsphäre eindrangen. Doch hier, so Hofmann, sind meist osteuropäische Banden am Werk, die heute hier und morgen da zuschlagen. Gegen dieses Zufallsprinzip kann die Polizei wenig ausrichten.

So schützen Sie sich vor Einbrechern

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Lokale (Klein-)Ganoven hat sie laut Hofmann und Berkefeld da schon eher im Blick und damit im Griff. Die Halfpipe hinterm Badehaus ist Treffpunkt einer Jugendclique, die immer wieder durch Vandalismus oder Sachbeschädigung auffällt. Der harte Kern von acht bis zehn Jungs bekommt dann auch sofort Besuch von der Polizei, wenn solche Delikte angezeigt werden. Regelmäßige Streifen dort und an anderen Partyzonen sollen Hitzköpfe erst gar nicht auf dumme Gedanken kommen lassen.

Quelle: op-online.de

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