Polizei zieht Serieneinbrecher aus dem Verkehr

Ober-Roden (lö) ‐ Mindestens 35 Einbrüche legt die Polizei einem 33-jährigen Rödermärker zur Last, den sie am Donnerstag in einem Obdachlosenheim in Ober-Roden festnahm.

Einige Straftaten hätten verhindert werden können, denn die Beamten hatten ihn schon Mitte Januar im Clubheim des TC Waldacker auf frischer Tat ertappt. Doch der Richter schickte ihn nicht hinter Gitter: Die Notunterkunft galt als fester Wohnsitz. Seit März 2010 häuften sich Einbrüche in Rödermärker und Dietzenbacher Schulen, Kirchen, Kindertagesstätten und Vereinshäusern, manche suchte er mehrfach heim.

Meist wurden Fenster aufgehebelt oder Scheiben eingeworfen. Dann sackte der Verdächtige Sparschweine, Geldkassetten, Beamer, Notebooks, Digitalkameras und Camcorder ein. Einmal fuhr er in einem Auto davon, dessen Schlüssel zufällig in der Kindertagesstätte lag.

Erst der Einbruch beim Tennisclub half der Polizei weiter. Sie stellte fest, dass der Mann auf Bewährung frei war und schon über 100 Straftaten auf dem Kerbholz hatte. Entsprechend groß war der Frust der Ermittler über die Entscheidung des Richters. Doch sie fanden immer mehr Spuren, die sie dem 33-Jährigen zuordnen konnten. Spezialisten sicherten seine Fingerabdrücke in Kindergärten und Schulen. Zunächst waren sie an fünf Tatorten in Rödermark und Dietzenbach aufgefallen; mittlerweile untersucht die Dietzenbacher Ermittlungsgruppe weitere 30 Tatorte auf seine DNA-Spuren.

Anhand dieser neuen Ergebnisse stellte die Staatsanwaltschaft einen Antrag auf Untersuchungshaft, dem das Gericht nun auch folgte. Der Einbrecher, der die Taten weitgehend zugab, ist jetzt in Frankfurt im Gefängnis. Die Ermittlungen gehen weiter.

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © Christoph Ehleben / Pixelio.de

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