Ober-Roden

Post schließt und eröffnet doppelt neu

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In der Heitkämperstraße kündete gestern noch wenig von der neuen Nutzung des ehemaligen Sonnenstudios.

Ober-Roden - (lö) Die Post schließt am 27. Februar ihre Filiale in der Dieburger Straße und eröffnet in der Woche darauf zwei neue: am Montag, 2. März, einen „Post-Point“ im Breidert-City-Center und am Dienstag, 3. März, eine Post-Agentur in der Heitkämperstraße.

Das erklärte Alexander Böhm von der Pressestelle der Deutschen Post auf Anfrage unserer Zeitung.

Kunden hätten nun zwei Anlaufstellen in Ober-Roden, die zudem länger geöffnet seien als die bisherige Filiale. Die Post-Agentur befindet sich im neuen Schreibwarengeschäft von Ergün Akyildiz direkt gegenüber der St. Nazarius-Kirche. Zwei gesondert geschulte und auf die Datenschutz-Richtlinien der Post vereidigte Mitarbeiter bieten laut Böhm die komplette Bandbreite an Post-Dienstleistungen. Briefmarkenkauf sei dort ebenso möglich wie Geldgeschäfte und das Abholen von Einschreiben oder Paketen. Auch die Postfächer werden von der Dieburger in die Heitkämperstraße verlagert. Selbst bei ungewöhnlichen Sendungen wisse der neue Partner Rat, sagte Böhm: Fragt ein Kunde zum Beispiel nach den Zollbestimmungen für ein Paket nach Simbabwe, erfahren die Agenturmitarbeiter bei einer Hotline sofort die Details.

Die Post-Agentur ist montags bis samstags von 8 bis 12.30 Uhr und werktags von 14 bis 18 Uhr geöffnet.

Postalische Grundversorgung - also Briefmarkenverkauf und Paketannahme - gibt‘s ab März in Heidrun Indens „Papierkörbchen“ im Breidert. Das hat werktags von 8.30 bis 13 Uhr und von 14.30 bis 18 Uhr und samstags von 8 bis 13 Uhr offen.

„Eigene Filialen sind zu teuer, Agenturen in eigenen Geschäften arbeiten billiger“, begründete Böhm den Wechsel. Die Mitarbeiter der Filiale würden in anderen Unternehmensbereichen eingesetzt, auf betriebsbedingte Kündigungen will die Post verzichten.

Pressesprecher Alexander Böhm verwies auf einen Beschluss des Postvorstands, bis 2011 alle Filialen in Agenturen umzuwandeln, sofern es sich nicht um Postbank-Finanzcenter handele. Die Tage des Postamtes am Urberacher Festplatz sind also auch gezählt. Einen Termin gebe es aber noch nicht, sagte Böhm.

„Ich sehe die Sache im Ergebnis überwiegend positiv und hoffe mal, dass wir nicht enttäuscht werden“, sagte Bürgermeister Roland Kern, den die Post im Herbst über ihre Pläne informiert hatte. Ober-Roden habe statt einem nun zwei Post-Standorte: „Das ist auf jeden Fall ein Gewinn für die Bürger.“

Kern geht davon aus, dass der Post-Umzug die Verkehrssituation in der Dieburger Straße entzerrt. Kunden die dort parkten, stehen bislang vor zwei unerfreulichen Alternativen: Entweder müssen sie ihr Autos rückwärts in den fließenden Verkehr manövrieren oder darauf hoffen, dass genervte Autofahrer, die vor der Schranke warten, sie einfädeln lassen.

Quelle: op-online.de

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