Profis klauen Lenkrad und Schaltknüppel in Kapellenstraße

Gangster lieben BMW-Technik

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Wahrscheinlich wieder ein Werk von Profibanden: Autoknacker schlugen in der Kapellenstraße das hintere Fenster eines BMW ein, öffneten die Zentralverriegelung und bauten teure Elektronik aus. 

Ober-Roden - Das neue Jahr ist noch keine zwei Wochen alt, doch schon wurde wieder ein BMW von Autoknackern ausgenommen. Den weißen „Dreier“ von Christian D. erwischte nachts vor seinem Haus in der Kapellenstraße. Von Michael Löw 

Fünf BMW-Besitzer aus Langen, Dreieich und Rödermark merkten am Mittwoch wieder einmal, wie beliebt ihre Marke bei professionellen Autoknackern ist. Die hatten nachts ihre Autos aufgebrochen und teure Elektronik ausgebaut. Christian D. aus der Kapellenstraße in Ober-Roden ist eines der Opfer. Er fand seinen weißen „Dreier“ ohne Lenkrad und Schaltknauf vor. Die Täter hatten das hintere Dreiecksfenster auf der Beifahrerseite eingeschlagen und sich dann ans Werk gemacht. Immerhin: Das Navigationsgerät blieb drin. Die Höhe des Schadens konnte die Polizei gestern nicht beziffern.

Nach Wochen relativer Ruhe haben die Autoknacker jetzt wieder an mehreren Orten zugeschlagen. Die Polizei geht davon aus, dass es sich um bestens organisierte Banden aus Osteuropa, überwiegend aus den ehemaligen Sowjetrepubliken, handelt. Ganze Serien von BMW-Aufbrüchen gab es in Rödermark schon Anfang 2016 und Anfang 2017. Die Täter suchen ihre Beute in verkehrsgünstig gelegenen Ecken der Stadt - also in Straßen, von denen sie über Bundesstraßen oder Autobahnen schnell verschwinden können. Die Kapellenstraße passt in dieses Muster.

Wie die Polizei beim Einbruchschutz hilft

Nach der Erfahrung von Ilona Kärtner, der Chefin des für Delikte rund ums Auto zuständigen K 22 bei der Kripo Offenbach, dauert"s keine zehn Minuten, bis die Profis ein Auto ausgeräumt haben. Die geklaute Elektronik wandert in ein Zwischenlager und wird von dort unauffällig mit Paketdiensten versandt.

Quelle: op-online.de

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