„Raum für alle hat die Erde“

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Bei strahlendem Frühlingswetter freuten sich alle Gäste über den gelungenen Umbau und die zügige Eröffnung des neuen Generationenzentrums.

Urberach - Blaue Schrift auf weißem Grund, der Namenszug wie von Hand geschrieben, dynamisch und zugleich elegant – gelungen wie das Namensschild, das jetzt am neu eröffneten Gebäude prangt, ist wohl das ganze Paket „Schiller-Haus“, das am Samstag Nachmittag mit einer lebendigen Feier eröffnet wurde. Von Christine Ziesecke

Der Name, von Maria Schmitt-Küchler eingebracht, erweist sich für alle Redner als Volltreffer. Schnittstellen mit dem großen Deutschen und Weltbürger Schiller gibt es viele. „Unser Glück ist heute gut gelaunt“ etwa, eine Textstelle, die Bürgermeister Roland Kern nur zu gerne zur Eröffnung zitierte.

Das Generationen- und Stadtteilzentrum, das allen Menschen offen steht, bekam bislang nur gute Noten, erst recht nach der Einweihung, die das Haus ein erstes Mal auf die Probe stellte. Doch die vielen Gäste fanden alle Platz, die Gestaltung wurde gelobt und auch die Akustik erwies sich als gut für alle Arten von Musik. Mit „Zarathustra“ und der „Ode an die Freude“ füllte das Keyboardensemble der Musikschule Rödermark die renovierten Räume mit ihrem Klang, der Deutsch-Türkische Freundschaftsverein steuerte türkische Klänge auf den landestypischen Instrumenten Saz und Cajón bei, und das Rap-Duo „Orwisch Finest“ brachte die Besucher mit seinem um das Schiller-Haus ergänzten Rödermark-Song in Wallung.

Humorvolles und Passendes aus dem Alltag städtischer Entscheidungsträger

Stadtverordnetenvorsteherin Maria Becht (CDU) freute sich über die Gemeinsamkeit, die schon beim einstimmigen Beschluss zum neuen Haus im Februar 2010 begonnen hatte. Sie versprach gleich aktive Nutzung des Hauses bei einem Kurs über türkischen Tanz. So weit ging Kreisbeigeordneter und Sozialdezernent Carsten (SPD) Müller dann nicht, doch er versprach ebenfalls Gutes: Er kündigte die Beteiligung des Kreises an den Personalkosten an, sobald der Haushalt verabschiedet sei.

Die Rödermärker Schriftstellerin und Kriminalkommissarin Nikola Hahn erheiterte die Gäste mit „Otto und die Schreibmaschine“, Humorvolles und Passendes aus dem Alltag städtischer Entscheidungsträger. Für das Netzwerk Integration überreichten Katrin Jäger und Pfarrer Frithjof Decker ein sinn- und augenfälliges Banner „...denn wir sind alle Rödermärker“. Ehemalige Arbeitskollegen der Hausherrin Makbule Firat aus der Kita Lessingstraße wünschten Glück mit Grünem. Sie werden auch in Zukunft eng mit dem Schiller-Haus kooperieren, da hier viele Projekte des Familienzentrums stattfinden werden. Die neue Hausherrin, die schon jetzt zahllose Arbeitsstunden und Ideen in das von Ulrich Caspar angemietete Gebäude eingebracht hat, verlas auch die Regeln für den gemeinschaftlichen Umgang im Haus, ganz unter dem Schillerschen Leitmotiv „Raum für alle hat die Erde“: Gegenseitiger Respekt, Toleranz und Achtung bei so viel kultureller Vielfalt sind die oberste Maxime des Miteinanders. Ein runder Tisch vieler beteiligter Gruppen hatte die Regeln erarbeitet.

Gemeinsam enthüllten Bürgermeister Roland Kern und Eigentümer Ulrich Caspar das neue Namensschild über der Eingangstür des Zentrums. „SchillerHaus“ steht darauf, mit schwungvollem Schiller und ohne Bindestrich.

Quelle: op-online.de

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