Raum für Kreativität und Ruhe

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Das Musik- und Betreuungsebäude der Nell-Breuning-Schule (NBS).

Ober-Roden (chz) - Mit Beginn des zweiten Halbjahres, also Anfang Februar, wird das neue, in auffallendem Weinrot verkleidete Musik- und Betreuungsebäude der Nell-Breuning-Schule (NBS) seine Türen für den Normalbetrieb öffnen; gestern wurde es formell eingeweiht.

„Das Gebäude steht stellvertretend für all jene Aufgaben, die die Schule von heute von der Gesellschaft zugewiesen bekommen hat“, sagte Rektor Jochen Zeller. Die Schule der Zukunft habe mit ihm aber gerade erst begonnen.

Der lange Weg hin zur Ganztagsschule bringt erhöhten Bedarf an Unterrichtsraum, Sozialräumen und vor allem auch Rückzugsmöglichkeiten während der langen täglichen Schulzeit mit sich. Darauf ist der fast drei Millionen Euro teure und 40 mal 15 Meter große Neubau ausgerichtet: Aufenthaltsbereich, Mehrzweckraum mit Bühne, Probenraum, Theaterfundus, Betreuungsraum und Elternsprechzimmer befinden sich barrierefrei im Parterre, drei Musikräume und die Sozialberatung liegen Obergeschoss, das mit dem Aufzug erreichbar ist.

Ästhetische Gestaltung

Wer sonst hätte die ersten Töne im neuen Musikgebäude treffender erklingen lassen können als die Euro-Song-Gruppe unter der Leitung von Leanaliisa Pirhonen?

Auch in seiner ästhetischen Gestaltung verleiht der Bau seinem Innenleben Gestalt: „Dem Architekturbüro ist es ansprechend gelungen, unseren Wünschen Form zu verleihen“, freute sich Zeller und gab einen kurzen Überblick von den ersten Überlegungen zur Ganztagsschule 2004 über die ersten Gedanken rund um den Neubau 2009: „Unser Gebäude der frühen 60er Jahre reichte dafür nicht aus.“ Geld genug gab"s eigentlich nirgends, erst mit dem Konjukturprogramm des Bundes wurde das Projekt machbar. Das sparte der Stadt Rödermark einen satten sechsstelligen Betrag.

Die Erste Kreisbeigeordnete Claudia Jäger erinnerte sich dank ihrer engen Verbundenheit zur Rödermärker Schule noch an die verschiedenen Phasen, die mit der hohen PCB-Belastung und der Sanierung vor rund 15 Jahren ihren baulichen Tiefpunkt hatten und mit dem jetzigen Neubau ihren vorläufigen Abschluss erreicht haben.

„Jetzt sind die Ressourcen des Kreises erschöpft. Aber kommt Zeit, kommt Geld“, machte die Kreisbeigeordnete im Beisein von Bürgermeister Roland Kern dennoch Hoffnung. Passend zur Nutzung des Hauses für die schönen Künste überreichte nach mehreren musikalischen Einlagen Andreas Janouschkowetz als Vertreter des Architekturbüros Loewer und Partner keinen herkömmlichen Schlüssel, sondern einen Notenschlüssel zur offiziellen Einweihung.

Quelle: op-online.de

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