Regieren mit ruhiger Hand

Rödermark- 60 Prozent Zustimmung für Bürgermeister Roland Kern sind eine klare Forderung für eine ernsthafte Zusammenarbeit: Michael Gensert, der Vorsitzende der CDU-Fraktion, hat den Wählerwillen in der konstituierenden Stadtverordnetensitzung auf den Punkt gebracht. Von Michael Löw

Die Rödermärker wollen keine Parlamentsmehrheit, die dem direkt gewählten Bürgermeister wie in den vergangenen fünf Jahren Knüppel zwischen die Beine wirft. Die Koalition aus CDU und AL ist die logische Konsequenz aus dieser Erkenntnis. Mit einer satten Dreiviertel-Mehrheit kann sie wichtige Entscheidungen gelassen angehen. Sieht man einmal von der chronisch leeren Stadtkasse und wünschenswerten Initiativen zur kommunalen Energieversorgung ab, steht in absehbarer Zeit soviel nicht auf der Agenda.

Eine wichtige Personalie muss allerdings spätestens bis Herbst 2012 geklärt werden: Tritt Alexander Sturm, dessen zweite Amtszeit 2013 endet, noch einmal als Erster Stadtrat an oder wäre der gerade gewählte Stadtverordnetenvorsteher Jörg Rotter ein veritabler Vizebürgermeister? Letzterer nennt jede Diskussion darüber Zukunftsmusik. Und auch Sturm will sich erst „zu gegebener Zeit“ entscheiden. Bürgermeister Kern und er sind nicht gerade Freunde. Aber sie können gut miteinander arbeiten.

Die ein oder andere spannende Entscheidung steht dem Parlament also doch noch ins Haus.

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © op-online.de

Kommentare