Rektor zieht Konsequenzen

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Rektor Konrad Ertinger hat die Trinkbornschule auf eigenen Wunsch verlassen und wechselte ins Staatliche Schulamt Offenbach.

Ober-Roden  ‐ Die Trinkbornschule wird seit Montag kommissarisch von den drei Konrektorinnen Angela Behle, Birgit Schuster und Eva Putschbach geleitet. Rektor Konrad Ertinger hat rückwirkend zum 1. Februar seine Abordnung ans Staatliche Schulamt beantragt. Offenbar zog er die Konsequenzen aus der wachsenden Kritik an seinem Führungsstil. Von Michael Löw

Zum Beginn des neuen Halbjahres haben, so ein Elternvertreter in der Schulkonferenz, neun Lehrerinnen einen Versetzungsantrag gestellt, weil sie keine Basis mehr für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit sahen. Angeblich hätten sogar die drei Konrektorinnen die größte Grundschule im Kreis Offenbach verlassen wollen. Im Sommer hatte das Schulamt bereits fünf Versetzungsanträge genehmigt.

An der Trinkbornschule hat sich in den vergangenen Jahren ein großes Spannungsfeld entwickelt“, bestätigte der stellvertretende Schulamtsleiter Dr. Peter Bieniussa, dass die Chemie zwischen Schulleitung und Kollegium längst nicht mehr stimmte. Die Schulinspektion des Instituts für Qualitätsentwicklung Hessen hatte schon vor zwei Jahren erhebliche Defizite in der Kommunikation zwischen Rektor Ertinger auf der einen und Lehrerinnen und Eltern auf der anderen Seite festgestellt. Diese Einzelheiten wollte Schulamts-Vize Bieniussa allerdings ebenso wenig kommentieren wie die Versetzungsanträge.

Wir freuen uns auf die Zukunft“, blickte Konrektorin Angela Behle lieber nach vorn als zurück. Sie betonte, dass die Trinkbornschule unter Ertingers Leitung große Schritte hin zur Ganztagsschule unternommen und ein Schulprogramm erarbeitet habe.

Ertingers Abordnung ans Staatliche Schulamt geschah auf Wunsch des Schulleiters hin. Abordnungen sind formal immer befristet, doch ebenfalls auf eigenen Wunsch schloss Ertinger eine Rückkehr nach Ober-Roden aus.

Quelle: op-online.de

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