Rennstrecke Wagnerstraße

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31 mal die Jugendflamme II und fünf mal die Jugendflamme III konnte Mona Merz, die neue Chefin der Kreisjugendwehren, gemeinsam mit zahlreichen Kollegen und mit dem Ersten Stadtrat Alexander Sturm an die Nachwuchsfeuerwehrkräfte überreichen.

Urberach - (chz) Ganz im Zeichen des alljährlich spektakulären Seifenkistenrennens der Jugendfeuerwehren des Kreises Offenbach stand die Wagnerstraße in Urberach am Samstag.

Nachdem die Veranstaltung im vergangenen Jahr wegen Regens ausfiel, wars das 20. packende Rennen mit schnittigen Eigenbauten und jungen Feuerwehrleuten aus allen angrenzenden Kreisen.

Von Anfang an hatten sich das Gefälle und die zwei leichten Kurven der Wagnerstraße als ideale Strecke und die Jugendfeuerwehr Urberach als guter Gastgeber erwiesen. Sechs Mannschaften aus dem Kreis fuhren zwei Wertungsdurchgänge mit jeweils fünf Fahrern (dabei auch zwei Fahrerinnen), fast alle zwischen zehn und 13 Jahren alt.

Viele Modelle waren der Marke „kreativer Eigenbau“

Per Funk wurde nicht nur der Kontakt zwischen Start und Ziel aufgenommen, sondern auch die Zeiten gestoppt, digital erfasst und gleich ausgewertet. Von der echten Holzkiste bis zum futuristischen Rennschlitten war alles vorhanden - es gibt Bausätze dafür, aber viele Modelle waren doch eindeutig Marke kreativer Eigenbau.

Wer die Wagnerstraße herunterfahren will, muss erst einmal hinauf an den Start kommen – zumeist half wie hier bei den Ober-Rödern die ganze Mannschaft samt Betreuern beim Schieben.

Verpflichtend sind allein eine stabile Lenk- und Bremseinheit, und in der ersten Überprüfung hatten auch schon zwei Mannschaften das Nachsehen und traten gar nicht erst an. Alle anderen fuhren nahezu perfekte Rennen. Nach gut zwei Stunden rasanter Fahrten, die im Notfall in einem Strohballen geendet hätten, erwies sich die junge Mannschaft aus Dudenhofen als die schnellste, mit nur einem einzigen Punkt vor Dreieichenhain. Auf den Plätzen drei und vier folgten die Mannschaften von Ober-Roden II und I, Fünfte wurden die Gastgeber aus Urberach mit Selina Kowalzik, Nigel Germain, Dominic Giess, Fabian Jung und Dennis Zischka vor der Mannschaft aus Rembrücken. Der Fairnesspokal ging an die Mannschaft aus Dreieichenhain, die den Ober-Rödern mit einem Fahrer aushalfen; die schnellste Zeit fuhr Niklas Klein von der Jugendfeuerwehr Dudenhofen. Mona Merz, die neue Chefin der Kreisjugendwehren, freute sich mit Rödermarks Erstem Stadtrat Alexander Sturm über die gelungene Veranstaltung.

Abnahme der „Jugendflamme II“

Parallel dazu nutzten die Jugendwehren den Samstag-Vormittag für die Abnahme der „Jugendflamme II“, einem erst vor zwei Jahren eingeführten Leistungsabzeichen, das von allen 31 Jugendlichen aus Klein-Welzheim, Froschhausen, Klein-Krotzenburg, Rembrücken, Dietzenbach, Ober-Roden und Urberach erfolgreich abgeschlossen wurde.

In vier Stationen galt es hierbei, feuerwehrtechnisches Wissen, Knotenkunde und Sportlichkeit zu beweisen. Wer die Prüfung zur „Jugendflamme“ bestanden hat, bekommt einen Eintrag im Mitgliederausweis und eine Anstecknadel als äußeres Zeichen. Eine Premiere war die erste Abnahme der Jugendflamme „III“. Dieses höchste Jugendabzeichen setzt die anderen Abzeichen wie auch die „Leistungsspange“ voraus und erfordert zudem einen 16-stündigen Erste-Hilfe-Kurs. Ein feuerwehrtechnischer Löschangriff sowie das fachgerechte Verarzten einer vermeintlich verletzten Person gehörten zur Prüfung, die von allen fünf jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmern bestanden wurde.

Quelle: op-online.de

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