Tag der offenen Tür bei der Urberacher Feuerwehr

Rockmusik, Spargel und Spreizer

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Vor allem für Kinder wie die neunjährige Elina immer wieder kraftzehrend, aber eindrucksvoll: das Zerschneiden eines Autowracks mit Spreizer und Rettungsschere.

Urberach - Die Urberacher Floriansjünger zeigten sich am Wochenende von ihrer musikalischen, kulinarischen und vor allem feuerwehrtechnischen Seite. Und entgegen aller Prognosen hielt Petrus seine Hand lange schützend über die Veranstaltung.

An diesem eher sommerlichen Frühlings-Samstagabend wurde der Festplatz Urberach zur Open Air-Bühne, auf der die Rock- und Groove-Coverband „RoXonE“ aus Dietzenbach lautstark den Vorgeschmack auf den folgenden Feuerwehrtag gab. Sieben Vollblutmusiker brachten mit Rock, Pop und mit viel Humor Schwung in die zunächst etwas tanzmuffeligen Zuhörer, doch der Abend wurde dennoch recht lang. Gestern Morgen war der Platz bereits wieder besucherfein, als die Urberacher Wehr - wie alle zwei Jahre - zum Tag der offenen Tür rund um das Feuerwehrhaus einlud. „Ich bin heute Nacht um 2 Uhr als Letzter heimgegangen, und kurz nach sieben Uhr klingelte heute Morgen der Wecker“, berichtet Wehrführer Dieter Rumpf. Ab zehn Uhr kamen die ersten Familien zum Zuschauen und Informieren.

„Ab wann können Kinder bei der Jugendfeuerwehr anfangen?“ war eine der Fragen, die der Jugendwehr einige „Neue“ bescherte. Zuvor hatte sich der Nachwuchs mit der Spritze am kleinen Übungshaus, mit praktischen Übungen wie dem Zerlegen eines Autowracks mit der Rettungsschere und manchem mehr am Programm beteiligen und Appetit holen können.

Dem Nachwuchs eine Chance – das ist auch die Idee der Veranstaltung; dass sie sich mittlerweile am Muttertag festgemacht hat, bringt beiden Seiten ein Plus: Die Urberacher Wehr kann sich allein schon über Vorbestellungen auf gut 130 Portionen frischen Spargel mit Kartöffelchen und Beigaben nach Wunsch vorbereiten. Die Mütter wiederum bekommen an „ihrem“ Tag ein kleines Blumenstöckchen zu dem lokalen Saisongemüse.

„Wir sind zufrieden mit dem Tag“, zog Dieter Rumpf schon nach wenigen Stunden Bilanz. „Es ist viel Vorarbeit, aber es lohnt sich.“ Am Donnerstag hatten die Floriansjünger schon die gesamte Küche in einer der Fahrzeughallen eingerichtet (schließlich gibt’s außer Spargel auch noch das klassische Angebot vom Grill und aus der Fritteuse), am Freitag dann die Bierinsel aufgestellt, und am Samstag war’s schon recht entspannt.

Tag der Feuerwehr in Urberach: Bilder

Zur Hilfe waren auch wieder Ober-Röder Kameraden herbeigeeilt (wie umgekehrt eine Woche zuvor die Urberacher beim Ober-Röder Familientag). Der Musikverein 06 gab wie immer ein Platzkonzert zur Mittagszeit. Und auch das Wetter spielte weit besser als prognostiziert mit, sehr zur Freude von Besuchern und Mitgliedern der Wehr, die am gestern um 14 Uhr zu einer Schauübung der Jugend einlud: ein Brandangriff, wie Jugendwart Werner Klose erläuterte. Dafür hatten die Helfer ein Holzhaus gebastelt, das die Floriansjünger in drei Trupps löschen musste. Die Zahl der Neugierigen war riesig. Denn just zum Start war der Strom in der Feuerwache ausgefallen. Und jeder, der noch auf sein Essen wartete, scherte aus der Schlange aus, schaute sich die Übung an und klatschte Beifall. Spätestens hierbei merkten manche Kinder, dass ihnen das Spaß machen könnte, und nahmen den Weg zur Anmeldung. (chz)

Quelle: op-online.de

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