Fastnachter der Turnerschaft

„Rod Scheyern“ war Narrenschiff

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Närrischer Besuch vor ausverkaufter TS-Halle: das Rodheimer Prinzenpaar Tanja und Michael mit seinen Erkenntnissen zum Fitnessstudio: Man lässt es besser...

Ober-Roden - Die „Rod Scheyern“ war bei der Tanz- und Spaßsitzung der TS Ober-Roden am Samstagabend wieder mal restlos ausverkauft und bot gut vier Stunden bestes Narrentreiben.

Wer öfters in der Rödermärker Fastnacht unterwegs ist, erkennt bald die heimischen Gladiatoren. Sie tauchen auf vielen Sitzungen und Kappenabenden auf und haben ganz gewaltigen Stress – treten sie doch pro Abend manchmal an zwei bis drei dieser Veranstaltungen auf. In Ober-Roden und Urberach sind das derzeit Pizzabäcker-Sohn Christoph Visone mit seinem teils etwas platten, teils bewundernswert stimmgewaltigen Wortbeitrag und – ebenfalls wortgewaltig, aber im krassen Gegensatz zum Nachwuchs-Büttenredner – Norbert Köhler mit seinen Geschichten vom Jahrgangstreffen.

Ebenfalls bei der TS zu Gast nach ihrem Sabbatjahr waren die Bänkelsänger Norbert Rink, Udo Kirchrath und Thomas Gotta, die anhand von typischen Theo-Koser-Zeichnungen vom großen und kleinen Weltgeschehen berichten. Besonders beklatscht wurden sie natürlich beim Highway von Hoabach, beim Stadtbus und den „kastrierten“ Starenkästen, deren Versagen unsere Zeitung enthüllt hatte. Noch ganz jung, aber auch schon überall gefragt: der Volkschor-Nachwuchs Philipp Köhl und Max Auth. Sie waren als Bänker auf der Suche nach einer neuen Währung für Rödermark. Und auch die Volkschor-„Senioren“ waren als Duett dabei. Klaus Auth und Gerd Weber philosophierten herzerfrischend über die Lebensformen von Fröschen, Störchen und manch anderem Getier.

Überall da ein Renner, wo das Publikum bereit ist sich auf ihn einzulassen: Denis Krumb, mittlerweile ja Seligenstädter Leihgabe, mit seinen drei Tanz-Mädels im Gepäck. Bei der Damensitzung hatte er’s leichter als am Samstag, wo die Besucher nicht ganz so begeisterungsfähig waren.

Immer ein Hit sind die eigenen Tanzgruppen, egal ob weiblich mit viel naturgegebenem Charme und hervorragenden Choreographien wie etwa die in diesem Jahr neu auf der Bühne stehenden rote Garde. Oder aber männlicher, antrainierter Charme in weiblichen Rollen - hier wird immer lautstark Beifall gezollt. Die Modern-Dance-Gruppe der „Cherrys“ etwa, die Jazz-Tanz-„Mahädels“ oder die „Splits“ profitieren durchwegs vom großen Trainerinnen-Potenzial aus dem Hause Kirchrath und Hubert. Sarah Kirchrath trainiert zudem auch die beiden Männerballette – reine Augenweiden mit ihrer kraftvollen Anmut und herzerfrischenden Darstellung. Sowohl das „Bubenballett“ als stilvolle Spanierinnen wie auch das Männerballett mit ihrem Samba und ihrer „Frontfrau“ Bert Dreher reizten zu Lachtränen und Bewunderung zugleich.

Aus Rodheim war erneut das urkomische Prinzenpaar mit seiner Fitness-Persiflage in die „Rod Scheyern“ gekommen. Schön öfters zu Gast in Ober-Roden war die große Fastnachtsgruppe der TGS Jügesheim, ihrem Sitzungspräsidenten Peter Otto und ihren Regenten, Prinzessin Sandra I. und Prinz Stefan II, die von ihrem Kennenlernen erzählten: Beim Maskenball in Ober-Roden sprang der Funke über – wenn das kein gutes Zeichen für den Rödermärker Karneval ist.

Wie schon im vergangenen Jahr hatte Udo Kirchrath das Sitzungspräsidium inne, assistiert von Tina Köhl, der Chefin des TS-Damenelfers. Musikalisch sorgte – ebenfalls wie schon 2012 – das „Salonorchester“ des Musikvereins 03 Ober-Roden und überbrückte auch mal längere Umbau- oder Wartepausen mit unermüdlichen Endlosschleifen oder Tuschs, immer wieder getoppt von schönen Trompetensoli vom „Chef“ Francisco Hitzel und von Udo Eisenbarth.

chz

Quelle: op-online.de

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