Freiwillige kaufen für Senioren ein

Kitas machen dicht - nur noch Notbetreuung 

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Ab heute schließen auch in Rodgau und Rödermark alle Kindertagesstätten. Das soll die Ausbreitung des Coronavirus verlangsamen. (Symbolbild)

Ab heute schließen auch in Rodgau und Rödermark alle Kindertagesstätten. Das soll die Ausbreitung des Coronavirus verlangsamen.

  • Kitas machen in Rodgau und Rödermark dicht
  • Es gibt nur noch eine Notbetreuung
  • Gruppen helfen älteren Menschen bei beim Einkaufen

Rodgau/Rödermark - Ausschließlich für Kinder, deren Eltern in systemrelevanten Berufen – also Medizin, Pflege, Polizei, Feuerwehr, Bildung, Versorgung – arbeiten, wird in der Stammeinrichtung eine Notbetreuung eingerichtet.

Kitas machen dicht: Brief an die Eltern

Rödermarks Bürgermeister Jörg Rotter und die Erste Stadträtin Andrea Schülner präzisieren das in einem Brief an die Eltern: „Eine Notbetreuung wird nur dann ermöglicht, wenn folgende Voraussetzungen zutreffen: Beide Eltern oder ein alleinerziehender Elternteil arbeiten in einem Bereich, der für die Aufrechterhaltung der wichtigen Infrastrukturen notwendig ist und wenn diese Eltern keine Alternativ-Betreuung ihrer Kinder organisieren können.“

Diese Regelung gilt zunächst bis zum 20. April, dem Ende der Osterferien. Rodgauer Eltern, die einen berufsbedingten Betreuungs-Bedarf haben, sollen sich im Fachbereich Kinder, Jugend und Familie unter 06106 693-1818 melden. In Rödermark werden Fragen zur Notversorgung unter 06074 911-711 beantwortet.

In beiden Städten gilt: Liegen neue Informationen vor und werden entsprechende Maßnahmen getroffen, informiert der Magistrat auf der Homepage - jederzeit.

Corona bringt das Leben mehr und mehr zum Erliegen. Öffentliche Gebäude sind geschlossen, alle Veranstaltungen fallen aus. Aber das Sars-CoV-2-Virus schafft auch neue Formen von Solidarität.

Unter #roedermarkstehtzusammen koordinieren Sabina Mazzeo, Sybille Rosenberg, Eva Idecke und Katharina Kron (von links) die Einkäufe für ältere Menschen. Bürgermeister Jörg Rotter sagte der privaten Initiative sofort Unterstützung zu.

In Rödermark gibt es gleich zwei Gruppen, die für ältere Menschen einkaufen gehen. Unter #roedermarkstehtzusammen organisieren Sabina Mazzeo, Sybille Rosenberg, Eva Idecke und Katharina Kron diesen Service.

Auch die Grüne Jugend will Einkäufe für die Senioren, die weniger mobil sind beziehungsweise zur Risikogruppe zählen, übernehmen. Momentan ist die Gruppe fünf Helfer stark und will die Besorgungen in den Abendstunden erledigen, weil ihre Mitglieder berufstätig sind.

Coronavirus: Hilfe für Senioren

„Die Übergabe der Einkäufe oder des Geldes können wir sicherlich ohne direkten Kontakt bewältigen. Beispielsweise indem wir diese vor der Haustür ablegen. Obwohl keiner von uns sich krank fühlt, wollen wir so jegliches Risiko minimieren“, schreiben die Initiatoren Lars Beers und Mahfooz Malik. Details machen sie telefonisch aus.

Ihr Appell: „Wir möchten so unserer Pflicht als junge Menschen gerecht werden, jetzt besonders die Älteren und Schwächeren in unserer Gesellschaft zu unterstützen. In dieser Notlage steht Rödermark zusammen. Unabhängig von Herkunft, Alter, oder politischer Richtung. Wir würden uns deshalb freuen, wenn sich auch andere Jugendorganisationen mit Kapazitäten diesem Hilfsangebot anschließen würden. Gerne übernehmen wir die Koordination.“  lö

Quelle: op-online.de

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