Anti-Aids-Aktionstag an Nell-Breuning-Schule

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Marianne Schneider vom Kreisgesundheitsamt zeigt Schülern der Nell-Breuining-Schule, wie Kondome richtig benutzt werden.

Rödermark - (lö) Leichtsinniger Sex ist die häufigste Ansteckungsquelle für Aids, wirksamen Schutz bieten Kondome: Dr. Marianne Schneider vom Kreisgesundheitsamt zeigte gestern Neunt- und Zehntklässlern, wie man sie richtig benutzt.

Die Jugendlichen waren aufmerksam, aufgeklärt und gut informiert“, lobte sie. Als die Ärztin Einzelheiten eines Aidstests erläuterte, wusste beispielsweise ein Schüler sofort, dass der frühestens drei Monate nach einer vermuteten Infektion Klarheit bringen kann. Vorher ist der Antikörper, mit dem der menschliche Organismus den HIV-Virus bekämpft, nicht nachweisbar.

Die Ernsthaftigkeit, mit der die Schüler den Vortrag von Marianne Schneider verfolgten, zeigte sich auch bei zwei anderen Dingen: Peinliches Gekichere oder obercoole Sprüche gab‘s weder beim Test-Überziehen noch bei der Bemerkung eines Mädchens, dass nur Enthaltsamkeit 100-prozentig schützt. Falsch lag ein Zehntklässler mit seiner Einschätzung, dass Aids „ein Schicksalsschlag ist, an dem man stirbt“. Zum Programm des Anti-Aids-Tages gehörte auch der Bericht eines Infizierten über sein Leben mit dem HI-Virus. Betroffene müssen nicht nur gegen die Folgen der Immunschwäche-Krankheit, sondern auch gegen Vorurteile und Ausgrenzung kämpfen. Aids wird weder durch Händeschütteln, Küssen oder Trinken aus dem gleichen Glas übertragen, sondern durch Blut oder Sperma - womit wieder der Bogen zu Marianne Schneiders Vortrag geschlagen war.

Quelle: op-online.de

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