Rödermärker hilft auf indonesischer Insel

Ein Schlüssel in die Zukunft

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Auch auf der indonesischen Insel Nias sind PCs mit allem, was dazu gehört, absolut angesagt. Deshalb zieht es die Jugendlichen auch in die Elektronik-Kurse, wovon sich Michael Kiesling (rechts) vom Verein „Kinderhilfe Nias“ auf seiner Reise überzeugen konnte.

Rödermark - Michael Kiesling verhilft Kindern und Jugendlichen auf der indonesischen Insel Nias zu einer Ausbildung - für viele der Schlüssel zu einer hoffentlich erfolgversprechenden Zukunft.

Im Nedelmann’schen Theater-Wohnzimmer trafen sich viele der Menschen, die die Arbeit des früheren Rödermärker Schwimmtrainers finanziell unterstützen.

Vor der Küste Sumatras betreut die „Kinderhilfe Nias“ 40 Kinder und zehn Studenten. Fünf Mitarbeiter sorgen in drei Häusern für die Kinder und Jugendlichen. Dazu zählen Waise, deren Eltern beim Tsunami 2004 starben, ebenso wie Sozialwaise, die von ihren Eltern nicht mehr ernährt werden können. Sie haben zwar noch Familien, die sie gelegentlich besuchen, doch ohne Kieslings Hilfe könnten sie sich keine Ausbildung leisten.

Mit einer Vielzahl neuer Bilder erzählte Michael Kiesling den Paten der Nias-Kinder von seiner Reise ins rund 16 Flugstunden entfernte Nias, das höchstens Surfern und Indonesienkennern bekannt, ansonsten wirtschaftlich uninteressant und deshalb ohne Arbeitsplätze ist. Den zaghaften Tourismus hatte der Tsunami buchstäblich weggespült.

Nachdem vor einiger Zeit einige Paten abgesprungen waren und die Kosten nur noch unter finanziellen Kopfständen getragen werden konnten, hat sich die Kinderhilfe nun wieder gesund geschrumpft, indem sie eine Zeitlang keine neuen Bedürftigen aufgenommen hat. 30 bis 40 junge Menschen kann der Verein gut betreuen.

Erste Jugendliche können Erfolge vorweisen

Die ersten Jugendlichen können Erfolge vorweisen: Sechs Mädchen haben ihre Ausbildung zur Krankenpflegerin abgeschlossen und haben alle feste Arbeitsstellen. Ein junger Niasser hat die Fachschule für Fahrzeugtechnik beendet. Einer studiert EDV, denn Computer und alles drum herum sind auch im christlichen Nias angesagt. Eines der jungen Mädchen lässt Michael Kiesling hoffen, sie demnächst zum Medizinstudium anzumelden.

Ausbildungsziel für alle betreuten Kinder und Jugendlichen ist aber zunächst ein guter Schulabschluss auf Abiturniveau. Michael Kiesling, der sich mit einer norddeutschen Kirchengemeinde in Nias einsetzt, gerät aber auch oft an seine Grenzen: „Es ist kein Spaß, jährlich da hin zu reisen, aber es ist wichtig, um die Kontakte zu pflegen und auch die Betreuer vor Ort zu kontrollieren und ihnen zur Seite zu stehen.“ Doch er sieht in Nias auch jedes Mal das Positive: „Die Kinder fühlen sich hier wohl, sie leben wie in einer großen harmonischen Familie.“ Wer sich für Nias und die Kinderhilfe interessiert: www.kinderhilfe-nias.de; Projektleiter: mkiesling@kinderhilfe-nias.de.

chz

Quelle: op-online.de

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