50.000 Euro extra für Vereine

Stadt nimmt Kürzung von 2014 teilweise zurück

Rödermark - Die Stadt hat die Vereinsförderung um 50.000 Euro aufgestockt. Das entspricht einer Erhöhung von 39 Prozent. Sie hat damit die Kürzung aus dem Jahr 2014 - Grund war die Haushaltskonsolidierung - zumindest teilweise wieder ausgeglichen.

Rödermärker Vereine bekommen dieses Jahr 50.000 Euro mehr von der Stadt. Die Förderung steigt von 162.000 auf 212.000 Euro - ein Plus von 39 Prozent. Die Stadtverordnetenversammlung hatte die Erhöhung während der Haushaltsberatung im Dezember beschlossen. Jetzt hat die Fachabteilung Vereine, Ehrenamt, Kultur und Sportstätten die Förderrichtlinien überarbeitet und den neuen Berechnungsgrundlagen angepasst. Die Erhöhung orientiert sich an der jährlichen Basisförderung.

Vereine, die eine intensive Nachwuchsarbeit betreiben, profitieren besonders. Sie erhalten für jedes jugendliche Mitglied nicht nur einen jährlichen Grundbetrag von 1,80 Euro, sondern für den damit verbundenen Aufwand bis zu 6,20 Euro zusätzlich. 68 Sport-, Musik-, Gesang- und sonstige Vereine sowie kirchliche Gruppen erhalten von der Stadt jedes Jahr regelmäßige Unterstützung. Da die Mitgliederzahl und eigene Hallen oder Plätze die wichtigsten Berechnungsgrundlagen sind, bekommen die großen Sportvereine auch das meiste Geld. Spitzenreiter ist der MTV Urberach mit 31.610 Euro, gefolgt von der Turnerschaft Ober-Roden (26.330 Euro), der Turngemeinde Ober-Roden (15.534 Euro) und dem KSV Urberach (13.666 Euro).

Die Förderung der kirchlichen Jugendarbeit steigt auf 1 750 Euro. Mit jeweils dieser Summe unterstützt die Stadt die katholischen, evangelischen und frei-evangelischen Gemeinden. Weitere 1 138 Euro gehen an die Urberacher Pfadfinder. Bei den Musikvereinen liegt der MV Viktoria 08 Ober-Roden mit 1 481 Euro vor den „06ern“ aus Urberach (1218 Euro) und den Ober-Röder „03ern“ (982 Euro).

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Interessant ist auch der Blick in die unteren Regionen der Fördertabelle. Dort tummeln sich Nischenvereine mit eng begrenztem Angebot und meist älteren Mitgliedern. Zwischen 100 und 160 Euro überweist die Stadt zum Beispiel an die Katholische Arbeitnehmerschaft Urberach, die evangelischen Chöre Urberach, den Kirchenchor Cäcilia Urberach, der das Singen eingestellt hat, oder Bürger für Sicherheit in Rödermark.

Sechs Vereine bekommen dieses Jahr kein Geld von der Stadt. Der Brieftaubenverein Heimkehr Urberach hat sich Ende 2016 aufgelöst, der Reitverein Akita ist nach Dietzenbach umgezogen. Aber es gibt auch Vereine, die auf Geld verzichten, weil sie den Förderfragebogen der Stadt nicht beantwortet haben. Neu in die Liste hat die Stadtverordnetenversammlung das Netzwerk für Flüchtlinge aufgenommen. Der vor 25 Jahren als „Flüchtlingshilfe“ gegründete Verein widmet sich der Integration und hat 52 Mitglieder. Seine Arbeit für Asylbewerber wurde mehrfach ausgezeichnet. Er erhielt 2014 und 2015 die Integrationspreise von Stadt, Kreis und Land, 2016 würdigte die Deichmann-Stiftung das Flüchtlings-Netzwerk. (lö)

Bilder: Frühlingsmarkt in Rödermark

Quelle: op-online.de

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