Coronakrise

Coronavirus: Alle Rückkehrer aus Arraba-Skiurlaub gesund

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Keiner der Wintersportler, die vergangene Woche vorzeitig mit dem Skiclub Rodgau/Rödermark (SCR) aus Arraba in den Dolomiten zurückgekehrt sind, hat sich mit dem Coronavirus angesteckt. (Symbolbild)

Die beiden mit dem Coronavirus infizierten Waldackerer waren nicht mit dem Skiclub in Südtirol.

Rödermark - Keiner der Wintersportler, die vergangene Woche vorzeitig mit dem Skiclub Rodgau/Rödermark (SCR) aus Arraba in den Dolomiten zurückgekehrt sind, hat sich mit dem Coronavirus angesteckt. „Ich stehe mit allen Teilnehmern über WhatsApp in Kontakt. Bisher zeigt niemand aus unserer Gruppe irgendwelche Symptome“, sagte SCR-Vorsitzender Gerhard Schickel.

Die beiden Waldackerer, die sich in Südtirol mit dem Sars-CoV-2-Virus infiziert hatten, waren nicht mit dem Skiclub unterwegs. Das hatte das Kreisgesundheitsamt schon am Freitag gegenüber unserer Zeitung bestätigt. Trotzdem hatte unser Bericht, der beides hintereinander aufzählte, offensichtlich bei einigen Rödermärkern die Vernunft ausgeschaltet. Dem SCR wurde unterstellt, er habe Corona nach Rödermark gebracht. Was aber nicht den vom Kreis bestätigten Tatsachen entspricht.

Die Arraba-Reisenden werden dennoch angefeindet. „Heute bekam ich eine Nachricht von einem Teilnehmer unserer Gruppe, dass sich das Ordnungsamt bei ihm gemeldet hätte. Das Ordnungsamt wurde von einem Bürger informiert, dass der Teilnehmer draußen rumlaufen würde, obwohl er doch unter Quarantäne stehen würde“, schildert Gerhard Schickel. Der Anrufer hatte sich dem Ordnungsamt gegenüber auf den ersten Zeitungsbericht berufen, in dem tatsächlich das Wort Quarantäne stand.

Dass eine behördlich angeordnete Quarantäne und der vom Skiclub vorsorglich wahrgenommene „häusliche Verbleib“ zwei grundverschiedene Dinge sind, hatten wir einen Tag später klargestellt. Das haben nicht alle gelesen – oder lesen wollen.

Deshalb hier noch einmal die Chronologie: Der SCR war in der Nacht zum 7. März nach Arraba gefahren. Zu diesem Zeitpunkt hatten weder das Robert-Koch-Institut noch das Auswärtige Amt für die Zielregion eine Reisewarnung gegeben. Am Montagabend kam die Nachricht der vorzeitigen Schließung sämtlicher Skigebiete in Norditalien, der SCR entschloss sich zum Abbruch und kehrte am Mittwoch mit dem Bus zurück.

Gerhard Schickel: „Bevor wir die Heimreise angetreten haben, hatte ich mich der Stadtverwaltung Rödermark in Verbindung gesetzt und die aktuelle Situation erklärt, um zu erfahren, was wir als Reisegruppe aus Südtirol nach unserer Rückkehr unternehmen müssen.“ Stadt und Kreis hätten sich innerhalb weniger Minuten mit Informationen, Verhaltensregeln und Hygienemaßnahmen gemeldet.

Der Skiclub wiederum mailte alle Kontaktdaten an das Kreisgesundheitsamt, damit bei einer Erkrankung eines Teilnehmers an CoViD-19, die Informationskette aufgebaut werden kann. Das Gesundheitsamt empfahl der Gruppe den „häuslichen Verbleib für 14 Tage nach Rückkehr sowie Minimierung von Sozialkontakten“. Eine Quarantäne werde nur im Fall einer nachgewiesenen Ansteckung verhängt. 

Von Michael Löw

Quelle: op-online.de

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