Falscher Polizist meldet sich

Frau am 95. Geburtstag ums Ersparte gebracht

Ober-Roden - Gemeiner und hinterhältiger geht’s kaum noch: Ausgerechnet an ihrem Geburtstag ist eine 95 Jahre alte Frau aus der Ahornstraße Opfer eines falschen Polizisten geworden.

Mit der hinreichend bekannten Masche, dass in der Nachbarschaft eingebrochen worden sei, meldete sich am Mittwochabend ein unbekannter Anrufer, der vorgab, von der Polizeistation Dietzenbach zu sein. Auf einem Zettel, der bei einem festgenommenen Einbrecher gefunden worden sei, wäre auch der Name der Seniorin notiert gewesen, weshalb die Polizei nun annehme, dass sie ebenfalls im Blick der Ganoven stehe. Der Anrufer war wohl so überzeugend, dass die alte Dame ihre gesamten Wertsachen, die sie zu Hause aufbewahrte, in eine Tüte steckte und gegen 21 Uhr einem „zivilen Kollegen“ aushändigte. Den Wert der Beute gab Rudi Neu, der Pressesprecher des Polizeipräsidiums Südosthessen, heute auf Nachfrage unserer Zeitung mit mehreren zehntausend Euro an.

Dass alles Lug und Trug war, dämmerte der 95-Jährigen erst am Donnerstagmorgen, als ein weiterer angekündigter „Polizist“ nicht erschien und sie sich auf der echten Wache in Dietzenbach erkundigte. Der Dieb wird auf 40 bis 50 Jahre geschätzt, ist 1,80 Meter groß und sprach akzentfreies Deutsch. Er hatte einen Vollbart, trug ein blau-weiß kariertes Hemd und eine dunkle Basecap. Hinweise zu dem Mann nimmt die Kripo Offenbach unter Tel.: 069/8098-1234 entgegen.

Die gängigsten Tricks der Diebe

Einmal mehr weist die Kripo darauf hin, dass Polizeibeamte am Telefon niemals fragen, ob Wertsachen zu Hause aufbewahrt werden. Bei solchen Anrufen soll man sofort wieder auflegen und sich auf kein Gespräch einlassen. Wer nach einem seltsamen Anruf die Polizei nicht belästigen will, sollte zumindest einen Verwandten oder Nachbarn ins Vertrauen ziehen. Der schöpft nach Rudi Neus Erfahrungen in der Regel schnell Verdacht. (lö)

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © dpa

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