Parteivorsitzende der Anderen Liste (AL) 

Andrea Schülner geht ins Rennen um Bürgermeisteramt

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Bunt-spritziger Anfang für Andrea Schülner: Fraktionsvorsitzender Stefan Gerl (links) überreichte Magnum-Prosecco, Geschäftsführer Eckhard von der Lühe farbenfrohe Blumen.  

Rödermark - Die jüngste Mitgliederversammlung der Anderen Liste / Die Grünen (AL) hat die Parteivorsitzende Andrea Schülner als Bürgermeisterkandidatin nominiert. Sie erhielt bei einer Enthaltung 35 Ja- und zwei Nein-Stimmen.

Nach Dr. Karsten Falk (parteilos) und Jörg Rotter (CDU) steht nun fest, wer im März 2019 ebenfalls in die Wahl um das Bürgermeisteramt geht: Andrea Schülner. Die AL-Parteivorsitzende (seit 2017) hatte bei ihrer Nominierung eine breite Mehrheit hinter sich. Die ehemalige Stadtverordnetenvorsteherin Brigitte Beldermann hatte die Kandidatin vor der Wahl ausführlich vorgestellt und für den Vorschlag des Vorstands geworben. Mit „Mut, Zuversicht und Entschlossenheit“ mache Andrea Schülner als „Grenzüberschreiterin“ Lust auf eine „grüne Zukunft in Rödermark“.

Beldermann skizzierte berufliche Stationen: Geboren in Dieburg, aufgewachsen und Schulbesuch in Ober-Roden, nach dem Abitur 1981 Ausbildung bei der Stadt Frankfurt, die sie 1984 als Diplom-Verwaltungswirtin abschloss. Danach machte die heute 56-Jährige Karriere in den verschiedenen Fachbereiche des Sozialamtes der Stadt Frankfurt – unter anderem als , Gruppenleitung im Sachgebiet Alten- und Behindertenhilfe sowie wirtschaftliche Jugendhilfe, Teamleitung des Teams Alten- und Behindertenhilfe im Sozialrathaus Bornheim, Teamleitung im Rhein-Main-Jobcenter West, Bereichsleitung im Jobcenter Frankfurt Höchst, Aufbau der Stabsstelle Flüchtlingsmanagement in Frankfurt und – seit diesem Jahr: Leitung des Rathauses für Senioren in Frankfurt.

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Für das Bürgermeisterinnenamt bringe die Bewerberin entscheidende Eigenschaften mit: Offenheit Dingen und Personen gegenüber. „Sie kann auf Menschen zugehen, hat dabei ein gutes Händchen und kann Menschen motivieren“. Verlässlichkeit und Vertrauen fühle sie sich verpflichtet. Die Mutter eines erwachsenen Sohnes werde mit „weiblicher Klugheit und lebenspraktischer Erfahrung als Frau eine andere Sicht auf Probleme und Aufgaben“ haben.

„Das Zeitalter der Macher und der Machos ist endgültig vorbei. Wir brauchen neues Denken, einen Aufbruch in eine brüderlich und schwesterlich ausgerichtete Gesellschaft, in der es keine Verlierer gibt. Wir sind überzeugt, dass Andrea dafür bestens geeignet ist“, rief die Rednerin den Zuhörern in der „Waldschänke“ enthusiastisch zu. Die Kandidatin selbst leitete ihr politisches Interesse aus Lebenserfahrungen ab. Diese hätten sie gelehrt, dass in erster Linie die im sozialen Bereich getroffenen politischen Entscheidungen direkte Auswirkungen auf die Menschen hatten und noch haben. „In keiner anderen Fachrichtung sind die Auswirkungen so zeitnah zu spüren. Das hat mich schon immer sehr beschäftigt. Ich war daher nie unpolitisch.“

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Rasch habe sie mehr darüber wissen wollen, was sich aus der großen Politik im Kleinen – Kommunalen – auswirkt. Aus der Frage: „Wie kann der großen Politik mit außergewöhnlichen Ideen begegnet werden?“ habe sich ein zunehmendes Interesse an der Kommunalpolitik entwickelt. Nach gut drei Jahren Kommunalpolitik könne sie sagen: „Hier besteht noch die Möglichkeit, nachhaltige Arbeit zu leisten und vor allem das Ergebnis dann zu leben und zu erleben.“ Trotz enger finanzieller Ressourcen dürfe man nicht alles hinnehmen und vor sich hinplätschern lassen. „Ich will mich einmischen. Ich will mitmischen, ich will Verantwortung für meine Heimatstadt übernehmen, damit Rödermark auch in Zukunft lebens- und liebenswert bleibt“, versprach Schülner.

Transparenz sei ihr wichtig, ebenso klare Strukturen, Vertrauenswürdigkeit und Verlässlichkeit. „Ich stehe für Offenheit und Klarheit.“ Auch inhaltliche Aspekte klangen in Schülners Rede an: „Unsere Ressourcen wie Boden, Grünflächen und Wald sind begrenzt und es muss sehr gut überlegt werden, wofür sie eingesetzt werden. Nur ein gutes Klima macht unser Leben lebenswert. Darum gilt es, dieses zu schützen. Mobilität und Verkehr sind entscheidend für Beruf und Freizeit. Dies muss mit Verstand und Weitblick entwickelt werden, nicht ohne Maß und Ziel. Wir brauchen gesellschaftlichen Zusammenhalt und Solidarität und wir können in unserem noch beschaulichen Rödermark durch kluge Arbeit unseren Teil dazu beitragen.“  (bp)

Quelle: op-online.de

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