Prozess vor dem Amtsgericht

Angreifer schließt sich mit Geisel ein

Rödermark - Eifersucht war das Motiv für einen 49-Jährigen, um bei einer Feier total auszurasten.

Das Amtsgericht Langen verhandelte den Fall und verurteilte den Angeklagten wegen Körperverletzung, fahrlässiger Körperverletzung, Freiheitsberaubung und einer Trunkenheitsfahrt zu 3600 Euro Geldstrafe. Außerdem ist er vorerst seinen Führerschein los.

Der bisher unbescholtene Mann hatte sich Zutritt zur Wohnung eines früheren Freundes verschafft. Dort wurde gefeiert. Unter den Gästen war die Ex-Geliebte des Eindringlings. Schon im Hausflur kam es zwischen ihm und einem Gast zur Rangelei. Dann prügelte sich der Angreifer auch mit dem Hausherrn, griff sich seine frühere Bekannte und sperrte sich mit ihr zusammen im Bad ein. Zuvor hatte er der Frau im Gefecht unbeabsichtigt einen Schlag auf die Nase verpasst.

Seine Widersacher traten die Badtür ein und befreiten die Frau. Danach drängten sie den Wüterich aus der Wohnung. Der suchte in seiner Raserei Steine zusammen und warf sie gegen die Haustür, ans Haus und in den Flur. Dabei entstand ein Schaden von etwa 10.000 Euro.

In diesen Berufen scheitern Beziehungen am häufigsten

Derweil traf die Polizei am Tatort ein. Der Täter sprang schnell in sein Auto und floh. Nur wenige Häuser weiter stellte er den Pkw aber ab und lief zu Fuß weiter. Die Polizei stellte den Mann letztlich. Zur Tatzeit hatte er mindestens 1,48 Promille. Die Geldstrafe liegt noch unterhalb der Schwelle, ab der sie im Führungszeugnis vermerkt werden müsste. Der Verurteilte gilt also weiterhin als nicht vorbestraft. (bp)

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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