Baugebiet „An der Rodau“

Großes Interesse an Einfamilienhäusern

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Die Pläne für die neue Kita am alten Festplatz sind fertig. Maria Schmitt-Küchler, die Leiterin der Fachabteilung Kinder, und Erster Stadtrat Jörg Rotter stellten das Raumkonzept am Baustellenschild vor. Der nicht nur symbolische Spatenstich ist für den 16. August geplant.

Ober-Roden - Das Interesse am kleinsten Baugebiet war riesig. Für die 14 städtischen Grundstücke auf dem alten Festplatz zwischen Rodau, Bahngleisen und der Alfred-Delp-Straße gab"s 68 Bewerber sowohl aus Rödermark als auch aus anderen Städten.

Am liebsten würden die Neu-Ober-Röder Einzelhäuser bauen: Sechs Grundstücke – zwischen 298 und 483 Quadratmeter groß – sieht der Bebauungsplan für diesen Haustyp vor; 48 Anfragen zeugten vom Bedarf an einer Immobilienart, die Stadtplaner gerne als überholt bezeichnen.
Nicht ganz so begehrt waren die Bauplätze für die acht Doppelhaushälften: An diesen zwischen 206 und 437 Quadratmeter großen Grundstücken bekundeten 20 Bewerber Interesse. Unabhängig vom Haustyp sind die Vorgaben des Bebauungsplanes: Erlaubt sind maximal zwei Vollgeschosse und maximal zwei Wohnungen je Gebäude.

Die ersten Häuser wachsen am Rand der bestehenden Bebauung in die Höhe. Das Interesse war enorm: Um die 14 städtischen Bauplätze bewarben sich 68 Familien.

Während die Handwerker der ersten privaten Bauherrn schon seit Monaten am Arbeiten sind, muss die Stadt noch warten. Sie will im Baugebiet „An der Rodau“ eine Kindertagesstätte mit bis zu 100 Plätzen errichten. Der Spatenstich ist für den 16. August vorgesehen.
Die Pläne waren nach Auskunft von Sozialdezernent Jörg Rotter schon Anfang des Jahres fertig, doch die Aufträge müssen europaweit ausgeschrieben werden. Sowas bremst das Verfahren, wird aber von den Zuschussgebern gefordert. Bund und Land schießen aus dem Kommunal-Investitionsprogramm 1,93 Millionen Euro für die Kita vor, deren Kosten bisher mit 2,5 Millionen Euro kalkuliert sind.

Rotter befürchtet jedoch, dass diese Summe angesichts des Baubooms nicht reicht und die Stadt deutlich mehr finanzieren muss. Denn der Zuschuss ist auf besagte 1,93 Millionen Euro gedeckelt.

Die Kita in der Jakob-Hecht-Straße betreut die Kinder in fünf Gruppen: drei Regelgruppen und zwei U3-Gruppen. Der Neubau sollte ursprünglich die Kita am Motzenbruch ersetzen. Die ist in die Jahre gekommen. „Die Toiletten stinken“, bringt Stadtrat Rotter ein Ärgernis auf den Punkt. Problem Nummer zwei sind die viel zu niedrigen Kellerräume, die sich nicht für die Betreuung eignen.

Bilder: „Orwischer Woigass“ in Rödermark

Der Magistrat verhandelt derzeit mit den Johannitern, die im Breidert und in Urberach seit Jahren U3-Kitas betreiben. Sie würden das Gebäude am Motzenbruch sanieren und Richtung Babenhäuser Straße erweitern. Dann wäre nicht nur Platz für Kinder unter drei Jahren, sondern auch für Drei- bis Sechsjährige. Die Johanniter würden dafür die – allerdings deutlich kleinere – „Sonnenburg“ im Breidert aufgeben.

Aufgegeben hat die Stadt Überlegungen, am ehemaligen Festplatz ein Seniorenheim zusammen mit der Caritas zu bauen. Mit der Kita, so Rotter, ist der 30-prozentige Anteil an öffentlichen Gebäuden erreicht. Mehr wäre zu Lasten der ebenso gefragten wie finanziell lukrativen Bauplätze gegangen. (lö)

Quelle: op-online.de

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