Zuschüsse von Bund und Land:

Rödermark darf eine Million Euro ins öffentliche Grün investieren

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Das Förderprojekt „Zukunft Stadtgrün“ soll auch bei der Aufwertung von Rödermarks größter Grünanlage, dem Park am Entenweiher, helfen.

Urberach - Rödermärker Pläne zur Stadtentwicklung stehen bei Bundes- und Landesregierung offenbar hoch im Kurs. Rödermark gehört zu den acht hessischen Kommunen, die in das neue Bund-Land-Förderprogramm „Zukunft Stadtgrün“ aufgenommen wurden.

Nach der Zusage für Mittel aus dem Programm „Stadtumbau in Hessen“ darf Rödermark erneut mit Geldern aus einem öffentlichen Fördertopf rechnen: Die Stadt wurde in das neue Bund-Land-Förderprogramm „Zukunft Stadtgrün“ aufgenommen wurden. Das ermöglicht in einem Zeitraum von bis zu 14 Jahren Investitionen von einer Million Euro in die grüne Infrastruktur, sagte Bürgermeister Roland Kern. Rund 60 Prozent dieser Summe werden mit Geld aus Berlin und Wiesbaden bezuschusst. Das Fördergebiet umfasst diesmal den nördlichen Teil von Urberach, ungefähr zwischen „Rennwiesen“ und der Kinder- und Jugendfarm, inklusive Bahnhofsvorplatz und Park am Entenweiher. Die weit höheren Mittel aus dem Stadtumbau-Programm - zehn Millionen Euro in zehn Jahren - werden im Ortskern von Ober-Roden investiert.

Hessen Stadtentwicklungs- und Umweltministerin Priska Hinz (Grüne) überreichte Vertretern von 25 Städten und Gemeinden die Aufnahmebescheide für die Bund-Länder-Programme „Investitionspakt Soziale Integration im Quartier“ und „Zukunft Stadtgrün“ überreicht.

„Grün- und Wasserflächen, begrünte Straßen und Plätze sowie Parks und Gärten sind häufig die attraktivsten Bereiche einer Stadt, in denen sich die Bewohnerinnen und Bewohner am wohlsten fühlen“, sagte die Ministerin. „Neben den sozialen Vorteilen solcher Flächen sind sie aber auch von enormer Bedeutung, um die bereits heute spürbaren Auswirkungen des Klimawandels abzufedern. Mit dem Programm ‚Zukunft Stadtgrün‘ verknüpfen wir Stadtentwicklung mit Grünentwicklung und passen unsere Kommunen damit an den Klimawandel an.“

Der Antrag der Stadt trägt diesen Zielen Rechnung. Sie hat zehn Einzelmaßnahmen mit einem Kostenvolumen von knapp einer Million Euro aufgelistet. Dazu gehören nach Auskunft von Bürgermeister Roland Kern der Bau und die Aufwertung von Spielplätzen, die Umgestaltung von sogenanntem Abstandsgrün, die Vernetzung von Grünflächen, Verbesserungen im Park am Entenweiher, auf dem Platz vor dem Urberacher Bahnhof und auf der Kinder- und Jugendfarm, Pflanzungen hinter dem Badehaus oder auch ein Anreizprogramm, mit dem Hausbesitzer ihre Fassaden begrünen können.

Leserbilder: Die schönsten Plätze in Rödermark

Manche finden's naturnah, andere schlicht und einfach dreckig: Nach längerem Regen wie vorige Woche sind die Wege im Entenweiher-Park voll tiefer Pfützen.

Der erste Schritt ist nun die Erarbeitung eines „Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes“ in Abstimmung mit dem Ministerium. Es beinhaltet ein Grünordnungskonzept, das die Entwicklung der Grün- und Freiflächen im Fördergebiet darstellt. Auf dieser Grundlage soll die Stadt entwickeln, Maßnahmen benennen sowie einen Zeit- und Kostenplan zu erstellen. Das Integrierte Städtebauliche Entwicklungskonzept (ISEK) ist Grundlage für die jährliche Antragstellung. Für dieses Konzept und für erste Arbeiten auf den Spielplätzen Liebigstraße und Rodaustraße sowie im Bereich um den Bahnhof hatte das Ministerium noch für 2017 Jahr 47.000 Euro bewilligt, 32.000 Euro muss die Stadt selbst tragen.

Das Förderprogramm „Zukunft Stadtgrün“ ist am Mittwoch, 24. Januar, Thema im Bauausschuss. Die Sitzung beginnt um 19.30 Uhr im Raum Tramin des Urberacher Rathauses. (lö)

Quelle: op-online.de

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