Betrugsversuch am Telefon

Fast 4 000 Euro für zweifelhafte Anzeige: Unseriöser Werber macht Druck auf Geschäftsmann

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In Rödermark dubioser Anrufer wollte einem Geschäftsmann eine teure Anzeige mit zweifelhafter Reichweite andrehen.

Ein dubioser Anrufer wollte einem Geschäftsmann eine teure Anzeige mit zweifelhafter Reichweite andrehen. Und berief sich dabei auf die Stadt.

Rödermark – Die Verwaltung warnt deshalb vor einer schon mehrfach verwendeten Masche von Anzeigenbetrug: diesmal für einen „Bürgerinfo-Folder“. Herausgeber ist eine Firma aus Istanbul. „Mit dieser „Bürgerinfo“ hat die Stadt nichts zu tun“, stellt Thomas Mörsdorf klar, der schon lange gegen unseriöse Werbemethoden kämpft. Er weist darauf hin, dass die Stadt über Publikationen, für die Anzeigen akquiriert werden, in jedem Fall vorab öffentlich informiert.

Dem Rödermärker Geschäftsmann wurde am Telefon ein Fax avisiert. Der Anrufer drängte auf die schnelle Rücksendung. Der Werber bezog sich auf eine in der Vergangenheit aufgelegte Broschüre der Stadt und die darin befindliche Annonce der Firma. Er habe sich nur bestätigen lassen wollen, dass sie wieder an der Aktion teilnehme.

Der Geschäftsmann wurde aufgefordert, eine Anzeigenvorlage zum Druck freizugeben und sie dann unterschrieben unter einer 0800-Nummer zurückzufaxen oder zu mailen. Zum Glück las er das Kleingedruckte: Denn der „4-seitige A 4 Bürgerinfo-Folder“ erscheint in einer Stärke von 1000 Stück mit drei Auflagen pro Jahr und wird von der Deutschen Post AG im 6er-Postleitzahlgebiet verteilt.

Wer das Fax zurückschickt, bestellt zwei Anzeigenfelder zu je 399 Euro; zusätzlich werden eine Satzpauschale von 249 Euro, eine Farbpauschale von 199 Euro und Versandkosten von 26 Euro berechnet – das Ganze pro Auflage, also mal drei: Insgesamt werden 3 816 Euro fällig. Der Vertrag gilt ein Jahr und verlängert sich um ein weiteres, wenn er nicht mit einer Frist von drei Monaten schriftlich gekündigt wird. 

Quelle: op-online.de

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