Rödermark groß wie nie

29 626 Einwohner Ende 2019 in Rödermark: Aber Wachstum schwächt sich ab

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Wohnen mit Gleisanschluss: Baugebiete in Gehweite zum Bahnhof – hier das „Wohnquartett S1“ in der Odenwaldstraße – sind ein Grund für das Bevölkerungswachstum.

Die Stadt ist auch 2019 gewachsen – zum achten Mal hintereinander. Aber sie wächst deutlich langsamer als im Jahr zuvor.

Rödermark – Zum 31. Dezember 2019 lebten in Rödermark 29 626 Menschen. Dazu zählen auch Bürger mit Zweitwohnsitz. Das waren 186 mehr als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres, und damit ist die Stadt so groß wie noch nie. Rödermark hat die Zahl seiner Einwohner kontinuierlich gesteigert. Zwischen 2004 (28 189) und 2011 (27 672, dem Tiefpunkt der vergangenen 15 Jahre) musste noch ein kontinuierlicher Rückgang verzeichnet werden – mit Ausnahme des Jahres 2009.

Verglichen mit 2018 hat sich der Zuwachs 2019 verlangsamt: Im vorletzten Jahr ging die Einwohnerzahl noch um 301 neue Rödermärkerinnen und Rödermarker nach oben. Wachstums-Knick oder Trendwende? Schwer zu sagen. Denn ein Einwohner-Plus lässt sich in Rödermark nicht an einem großen Neubaugebiet festmachen. Hier werden immer nur kleinere Flächen neu bebaut oder nachverdichtet. Da fallen schon zehn Häuser ins Gewicht.

Das Wachstum ging auch 2019 zum größten Teil auf das Konto des Stadtteils Ober-Roden. Hier lebten zum Stichtag 13 390 Bürgerinnen und Bürger, ein Plus von 155. Einer der Gründe dafür ist das „Wohnquartett S1“ in der Odenwaldstraße, dessen rund 150 Wohnungen voriges Jahr fast komplett bezogen wurden.

Für Urberach verzeichnet die Statistik einen Rückgang von 14 auf 12 278 Einwohner. Waldacker hat jetzt 3 098 Bewohner (plus 58), Messenhausen 771 (minus 12) und der kleinste Stadtteil Bulau 89 (minus 1). Im gesamten Stadtgebiet lebten zum 31. Dezember 4 695 Menschen mit einem nichtdeutschen Pass, 103 mehr als im Jahr zuvor; der Ausländeranteil an der Gesamtbevölkerung stieg von 15,3 auf 15,8 Prozent.

Die steigende Einwohnerzahl resultiert aus Zuzügen. Denn auch 2019 starben in Rödermark mehr Menschen, als Kinder zur Welt kamen: Die Zahl der Geburten verringerte sich um zehn auf 231, die der Sterbefälle stieg um sechs auf 280. Außerdem registrierte das Standesamt 183 Eheschließungen, 17 weniger als 2018. 132 Paare (plus elf) ließen sich im Rathaus Ober-Roden oder im Töpfermuseum trauen.  

Quelle: op-online.de

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