Bürger können sich beteiligen

Genossenschaft sucht Genossen

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Caritasdirektor Michael Klein (Mitte), Karlheinz Weber und Volker Feldmann von der Bürger-Energiegenossenschaft unterzeichneten den Vertrag zur Wärmeversorgung des Franziskushauses.

Rödermark - Die Caritas geht bei der Wärmeversorgung des Franziskushauses neue Wege und lässt die Heizung von der Bürger-Energiegenossenschaft (Energo) betreiben. Der Vertrag wurde im Rathaus Ober-Roden unterschrieben.

Rund 85.000 Euro kostet die Pelletheizung, die das Alten- und Pflegeheim Franziskushaus mit Wärme und heißem Wasser versorgt. Der Caritasverband muss diese Summer aber nicht am Stück investieren, sondern mietet die Anlage von der Bürger-Energiegenossenschaft Rodgau/Rödermark. Der Vertrag hat eine Laufzeit von 20 Jahren und beinhaltet Technik, Betrieb, Brennstoffbeschaffung, Abrechnung und im Fall des Falles auch die Beseitigung von Störungen.

Die Anlage hat eine Leistung von 200 Kilowatt (Wir berichteten vorige Woche). 90 Prozent der Leistung bringt ein Kessel, der pro Jahr 40 Tonnen Holzpresslinge verfeuert. Eine Erdgasheizung sichert den Betrieb in Zeiten mit extrem hohem Energiebedarf. Diese Kombination erspart der Urberacher Luft im Vergleich zu einer konventionellen Erdgasheizung jährlich rund 30 Tonnen des Treibhausgases Kohlendioxid.

Feldmann verspricht „faire Verzinsung“

Jetzt sucht die Energo Bürger, die sich an der Finanzierung beteiligen. Genosse kann werden, wer mindestens einen Geschäftsanteil im Wert von 100 Euro erwirbt und ihn mindestens 24 Monate hält, erläuterten die Energosprecher Karlheinz Weber (Rödermark) und Volker Feldmann (Rodgau). Die 85.000 Euro für die Caritas-Heizung sollen aber möglichst in größerer Stückelung aufgebracht werden. Das reduziert den Verwaltungsaufwand für die ehrenamtlich gemanagte Energo. Feldmann verspricht den Genossen eine „faire Verzinsung“ oberhalb der aktuellen Bankzinssätze. Einen genauen Wert zu nennen, verbiete das Gesetz.

Wer Energiegenosse werden will, erfährt die Einzelheiten unter www.energo-rr.de.

Quelle: op-online.de

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