Kita-Neubau lebhaft eingeleitet

Erschließung des Neubaugebietes „An der Rodau“ beginnt

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Kinder der Kita Motzenbruch halfen mit, als Bürgermeister Kern (Mitte) und Dr. Martina Klärle (links neben Kern) sowie Projektleiter Robert Schütz (beide HLG) den Spatenstich vollzogen. - Foto: Pelka

Ober-Roden - Einen solch lebhaften Spatenstich wie gestern hat Rödermark selten erlebt. Kinder aus der Kita Motzenbruch halfen eifrig mit, als Bürgermeister Roland Kern und Vertreter der Hessischen Landgesellschaft den Startschuss gaben für die Erschließung des Neubaugebiets „An der Rodau“.

Was in Rodgau gut funktioniert, wird jetzt auch in Rödermark zur Praxis: Die Stadt entwickelt zusammen mit der Hessischen Landgesellschaft (HLG) Neubaugebiete. Premiere war gestern der Spatenstich für das Baugebiet „An der Rodau“ auf dem alten Festplatz. Dort entsteht außer Doppel- und Einzelhäusern auch eine neue Kita für 2,5 Millionen Euro. Sie soll die Kita Motzenbruch ersetzen. Deshalb nahmen Kinder von dort an dem Termin ganz ungezwungen und temperamentvoll teil – und waren die eigentlichen Stars der Veranstaltung.

Die HLG ist heute Haupteigentümerin der zu erschließenden Flächen und wird die Erschließungsarbeiten in eigener Regie und in enger Abstimmung mit der Stadt organisieren. Vergeben wurde der Auftrag an die Firma Strassing (Bad Soden-Salmünster). Die HLG finanziert das Projekt und rechnet mit 1,2 Millionen Euro Kosten. Etwa die Hälfte hiervon fließt in den Tief- und Straßenbau. Das neu geordnete Erschließungsgebiet umfasst eine Bruttofläche von rund 1,5 Hektar. Dabei stehen der HLG etwa 3700 Quadratmeter Wohnbauflächen mit 14 Bauplätzen zur Verfügung.

Acht Grundstücke sind für Doppelhaushälften und sechs für Einzelhäuser vorgesehen. Die Größe der Bauplätze für zwei zusammengehörende Doppelhaushälften variiert zwischen 420 und 790 Quadratmeter und für die Einzelhäuser zwischen 300 und 480 Quadratmeter. Der Kaufpreis für das erschlossene Bauland beträgt 400 Euro pro Quadratmeter. Seit 1. März kann man sich bei der HLG als Bauinteressent registrieren lassen. Hierzu ist eine formlose E-Mail an robert.schuetz@hlg.org zu richten. Kontakt auch: www.hlg.org.

Folgende Verkaufsbedingungen gelten:

  • Herstellung des Wohnhauses innerhalb von zwei Jahren nach Kaufvertragsabschluss bzw. Baureife.
  • Keine Veräußerung innerhalb von zehn Jahren nach Vertragsabschluss
  • Zehn Jahre erster Wohnsitz (Meldebescheinigung ist auf Anforderung vorzulegen).

Bei der Grundstücksvergabe werden folgende Kriterien zugrunde gelegt:

  • Vergabe von mindestens der Hälfte der Baugrundstücke an Einheimische. Als Einheimischer gilt, wer seinen Wohnsitz seit fünf Jahren in Rödermark hat oder länger als 15 Jahre in Rödermark wohnt oder gewohnt hat. Bei Unterbrechung werden die Wohnzeiten in Rödermark addiert. Gemeinsame Bewerbungen von zwei Interessenten für zwei benachbarte Doppelhausflächen zum Zwecke der Abstimmung der Bebauung werden bevorzugt behandelt. Bei mehreren gleichwertigen Bewerbungen entscheidet unter notarieller Aufsicht das Los.

Auf dem städtischen Teil des Geländes (3200 Quadratmeter) wird die neue Kita gebaut werden. Baubeginn soll im August sein. Es ist die größte Investition in den nächsten beiden Jahren für die Stadt Rödermark: Rund 2,5 Millionen Euro wird der Kitaneubau kosten.

Den finanziellen Kraftakt muss die Stadt aber nicht alleine stemmen, denn den größten Teil der Kosten trägt der Bund. Aus dem Kommunalen Investitionsförderprogramm (KIP) fließen 1,7 Millionen Euro, dazu noch ein Darlehen von rund 200.000 Euro, von dem die Stadt nur die Tilgung bezahlen muss. Die neue Kita soll das in die Jahre gekommene Familienzentrum „Am Motzenbruch“ ersetzen. Es hätte für viel Geld saniert werden müssen. Die Kita-Familie muss 2018 also umziehen. Zunächst stehen jetzt aber die Tiefbauarbeiten zur Erschließung (Kanal, Frischwasser, Strom) an. Das soll im August geschafft sein. Anschließend sind Renaturierungsarbeiten an der Rodau vorgesehen. (bp)

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Quelle: op-online.de

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