Mit augenzwinkernder Selbstironie

Weniger Haare, dafür mehr Körpermasse: Freunde der Nacht feiern den „40.“

+
Vergnügt wie seit vier Jahrzehnten: die Freunde der Nacht.

40 Jahre gibt’s die „Festgemeinschaft Freunde der Nacht“ – sinnigerweise am 1. April 1979 wurde sie von zwei Damen und neun wackeren Herren gegründet.

Ober-Roden – 40 Jahre gibt’s die „Festgemeinschaft Freunde der Nacht“ – sinnigerweise am 1. April 1979 wurde sie von zwei Damen und neun wackeren Herren gegründet. „Was das sein sollte, wusste keiner so recht“, erinnerte sich Kalli Huss in seiner keineswegs sonderlich akademischen, aber ungemein vergnüglichen Festrede zum 40. Geburtstag von Rödermarks schrägstem verein.

Aber er hatte beeindruckende Zahlen im Gepäck: Das Durchschnittsalter der Gründer betrug damals 19 Jahre – keineswegs unerwartet ist es mittlerweile auf 59 Jahre gestiegen. Die neun Herren rund um den Ideengeber Norbert Köhler brachten damals zusammen 630 Kilo auf die Waage – und konnten dies inzwischen imponierender Weise auf 850 Kilo steigern! Damals betrug die Kinderzahl noch null; heute haben die Gründer 16 „Abkömmlinge“. „Die Dunkelzahl dürfte weit höher liegen!“ Beeindruckend das Gesamteinkommen: 1979 umgerechnet 4 500 Euro (zwei Azubis senkten den Schnitt). Mittlerweile liegt es bei 600 000 Euro – vor das Verlesen der einzelnen Namen dazu blieb dann doch der Mantel des Schweigens gebreitet. „Die Geschichte des Wachstums der Freunde der Nacht FdN zeichnet sich also durch stetes Wachstum aus – außer beim Haarwuchs. Die Haare sind bei manche Mitglieder en glatte Ausfall.“

So humorvoll wie die Rede von Kalli Huss ist die gesamte Vereinsgeschichte, deren Höhepunkt wohl eindeutig das Fest zum 15. Geburtstag 1994 war. „Großvereine mit mehr als 1000 Mitgliedern wollten seinerzeit auf dem Festplatz nicht groß feiern mit der Begründung ‚Mer hewe halt koa Leit!‘ Mer hatte se!“ Und so machten die Freunde der Nacht, von allen belächelt, mit ihren rund 15 Mitgliedern ein großes Zeltfest.

„Mer sin do gerennt wie die Hase, ewer es war oafach nur klasse un drei Tage immer rappelvoll!“ Bilder davon konnten noch jetzt mit großem Beifall und viel Gelächter in Dauerschleife an der Mortsche-Wand bestaunt werden.

Wie beliebt die Truppe ist, die sich noch heute jeden Sonntag zum Stammtisch beim „Mortsche“ trifft und regelmäßig den Rathaussturm mit Fußgruppen bereichert, zeigte sich am Andrang: Die 200 Karten für diese „akademische Feier“ waren binnen kürzester Zeit „aus“, und Bürger versuchten sich mit Schildern „Karten gesucht“ noch Eintritt zu verschaffen – wie sonst nur bei den Großen im Showgeschäft. Grußworte vom Festpräsident „legendary Vinni Schrod“ und Vertretern mehrerer befreundeter Vereine wie etwa dem Skiclub oder den Orwischer Buwe wurden im proppenvollen und heißen Saal ebenso freudig beklatscht wie die anschließende musikalische Umrahmung: „Jagger und seine fidelen Messdiener“ alias Gerald, Mac, Norbert und Hainer präsentierten schwungvoll Oldies und Hits quer durch die Plattenregale der Generation der Freunde der Nacht.  chz

Quelle: op-online.de

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare