Rödermarkplan

FDP: Großer Wurf ist eine Luftnummer

Rödermark - Der vor zwei Jahren von CDU und AL angestoßene „Rödermarkplan“ sollte der große Wurf in Sachen nachhaltiger Stadtentwicklung sein.

Passiert ist seither nichts, kritisiert die FDP – im Gegenteil: Mit dem „Rödermarkplan“ verhindere die schwarz-grüne Koalition jede Diskussion um neue Gewerbe- oder Wohngebiete.
Die Spitzen der FDP – Hans Gensert (Partei) und Tobias Kruger (Fraktion) – beklagen einmal mehr den Stillstand bei der Stadtentwicklung: „Seit über zwei Jahren geistert der viel gepriesene „Rödermarkplan“ durch das Rathaus und die Köpfe der Kommunalpolitiker. Mit dem Argument, dieser Plan wird und muss es richten, bügelt die regierende Koalition aus AL/Grüne und CDU alle Anträge der Opposition ab.“ Dass das Projekt so still wie der berüchtigte See ruht, begründet der Magistrat laut FDP mit fehlenden personellen Ressourcen sowie der Verschiebung der Prioritäten hin zu den Förderprogrammen „Stadtumbau Hessen“ und „Zukunft Stadtgrün“.

„Wir verschlafen mal wieder unsere Zukunft“, schimpft Gensert über die „Untätigkeit der grün-schwarz Regierenden“. Denn Flächen- und Entwicklungsplanung seien ein langwieriger Prozess. Dass der Bedarf aber heute schon besteht, zeige das Losverfahren für die wenigen Baugrundstücke auf dem ehemaligen Festplatz Ober-Roden.

Nach Ansicht des Fraktionsvorsitzenden Tobias Kruger muss Rödermark Tempo machen. „Seit zwei Jahren laufen die Vorbereitungen für den Regionalen Flächennutzungsplan 2020 der Metropolregion Frankfurt/Rhein-Main. Und die Stadtverordneten bekommen davon weder etwas mit, noch scheint es irgendjemanden, schon gar nicht im grün-schwarzen Koalitionslager, zu stören, dass die in Rödermark noch zur Verfügung stehenden Entwicklungsflächen nicht ausreichen werden oder gar bedarfsgerecht sind.“

Leserbilder: Die schönsten Plätze in Rödermark

Ein gewisses Maß an Entwicklungsoptionen muss sein, will Rödermark nicht auf allen Ebenen in Rückstand geraten, fordern Gensert und Kruger. Die FDP-Fraktion hat zum einen eine Anfrage gestellt, inwieweit die Stadt bisher an den Vorbereitungen zum Flächennutzungsplan beteiligt war und wie der weitere Fahrplan aussieht. Zum anderen haben die Liberalen untersucht, welche Gebiete überhaupt für Wohnen oder Gewerbe brauchbar sind: „Rödermark hat im Vergleich zu manch anderer Kommune nur noch sehr wenige Flächen, die halbwegs geeignet erscheinen. (lö)

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © picture-alliance/ dpa

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