Chefbüros jetzt „heimatnah“

Bürgermeister Rotter hat Dezernate neu eingeteilt

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Arbeit aus der Umzugskiste: Roland Kern hat das Bürgermeisterbüro im Rathaus Ober-Roden pünktlich ausgeräumt. Doch Nachfolger Jörg Rotter hat"s noch nicht komplett eingeräumt. Fürs Foto assistierte ihn gestern die Erste Stadträtin Andrea Schülner, die ihr Urberacher Büro so gut wie fertig hat.

Die Aufgaben an der Verwaltungsspitze sind mit dem Amtsantritt von Bürgermeister Jörg Rotter (CDU) und der Ersten Stadträtin Andrea Schülner (AL/Grüne) neu verteilt worden. 

Rödermark – Rotter ist verantwortlich für Bauen, Umwelt, die Kommunalen Betriebe, Personal, Kultur, Vereine und Ehrenamt. Andrea Schülner ist Dezernentin für Finanzen, öffentliche Ordnung und Soziales.

Mit der Neuordnung der Dezernate geht auch ein Wechsel der Büros einher. Jörg Rotter, der in Ober-Roden wohnt, ist zum 1. Juli ins Büro seines Vorgängers Roland Kern im Ober-Röder Rathaus eingezogen. Andrea Schülner wohnt in Urberach und hat von Rotter nicht nur das Amt, sondern auch dessen Büro im Rathaus Urberach übernommen.

Dass Rotter den Fachbereich 4, zu dem Kitas, Senioren-, Kinder- und Jugendarbeit, Integration sowie die Sozialarbeit gehören, abgibt, ist wenig überraschend. Dieses Dezernat ist auf Andrea Schülner, die Leiterin des Seniorenrathauses Frankfurt, förmlich zugeschnitten.

Spannender war die Frage, wer künftig für die Finanzen zuständig ist. „Andrea Schülner hat durch ihre leitende Tätigkeit in Frankfurt mehr Erfahrung im Aufstellen von Budgets als ich“, begründet Rotter die Entscheidung. Die Kämmerei ist in Nachbarstädten wie Rodgau Chefsache – das ist eine Sicht der Dinge. Rotter verweist jedoch auf andere Beispiele: Roland Kern wurde erst in seiner zweiten Amtszeit Kämmerer, dessen Vorgänger Alfons Maurer war"s nie. Und der Kreiskämmerer heißt nicht Landrat Oliver Quilling, sondern Beigeordneter Carsten Müller.

Schlüsseldezernat ist das Bauen

Rotters neues Schlüsseldezernat ist das Bauen zusammen mit den Kommunalen Betrieben (KBR), für die er schon seit 2013 verantwortlich ist. Für beide Bereiche gebe es viele Überschneidungen. Als Baudezernent hat der CDU-Politiker zudem viele Gestaltungsmöglichkeiten. So will er bei der Stadtentwicklung Druck machen: „Bisher gibt es viel schön bedrucktes Papier. Aber jetzt muss es umgesetzt werden!“ Das kann man als leise Kritik am bisherigen Baudezernenten verstehen, muss man aber nicht...

Mit Rotter wechseln die KBR von Urberach nach Ober-Roden. Die Abteilung Senioren und Sozialer Dienst wiederum zieht nach Urberach. Damit sind alle Fachbereiche dort, wo auch ihre Dezernentin oder ihr Dezernent ist. Andrea Schülner: „Es ist einfacher, für eine Besprechung zwei Zimmer weiter zu gehen als das Rathaus zu wechseln.“

Einige Veränderungen gibt es bei den Stabsstellen. Die hat Rotter von vier auf drei reduziert und alle in Ober-Roden gebündelt. Das Bürgermeisterbüro ist als Abteilung zurück in den Fachbereich 1 (Organisation und Gremien) gerückt. Stabsstellen bleiben der Brandschutz, die Flüchtlingsunterbringung und die Wirtschaftsförderung. Für die sucht Rotter Büros außerhalb des Rathauses.

Michael Löw

Quelle: op-online.de

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