Stadt arbeitet mit Bethanien Diakonissen-Stiftung zusammen 

Neuer Partner beim Kita-Bau  

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Ein neuer freier Träger will Rödermarks nächsten Kindergarten mitfinanzieren und betreiben.

Ein neuer freier Träger will Rödermarks nächsten Kindergarten mitfinanzieren und betreiben.

Rödermark – Die Stadt und die Bethanien Diakonissen-Stiftung haben gestern Einzelheiten der Zusammenarbeit vorgestellt, die Perspektiven über das Urberacher Seewald-Gebiet hinaus haben könnte.

Das Projekt:

Die Kita Lessingstraße ist Rödermarks ältester Kindergarten. Die Substanz ist marode, Anfang 2016 zogen Kinder und Erzieherinnen in die neue „Villa Kunterbunt“ um. Zunächst diskutierten Politik und Verwaltung über Wohnungen auf dem mehr als 2 000 Quadratmeter großen Grundstück. Ende 2018 wurde die Kita Lessingstraße kurzzeitig zum Notkindergarten, weil die Kita Zwickauer Straße wegen eines Wasserschadens saniert werden musste. Spätestens da war klar: Die Stadt wird diesen Kita-Standort nicht aufgeben.

Das Verfahren:

Der Magistrat erkundete das Interesse freier Träger. Die AWO und die Johanniter, die in Rödermark schon (U3)-Kitas betreiben, sowie die Bethanien Diakonissen-Stiftung bewarben sich. „Mit klarem Vorsprung“, so Sozialdezernent Jörg Rotter, bekam die Diakonissen-Stiftung den Zuschlag in Magistrat und Parlament. Neben dem pädagogischen Konzept überzeugte auch die finanzielle Beteiligung des neuen Trägers die politischen Entscheider.

Der Rahmen:

Uwe M. Junga Stiftungsvorstand

Die Stiftung schießt einmalig maximal 800 .000 Euro zu den Baukosten und jährlich 90 00 Euro zum Betrieb dazu. Sie bekommt das Grundstück in Erbpacht, die Stadt bleibt also Eigentümer. Wie hoch die Baukosten sind, konnte Rotter noch nicht sagen. Denn das Parlament will prüfen lassen, ob auf die Kita Wohnungen draufgesetzt werden können. Unabhängig von den Kosten müsse die Frage nach den Parkplätzen der Mieter geklärt werden.

Der Partner:

Uwe M. Junga, der kaufmännische Vorstand der Diakonissen-Stiftung, wohnt seit sieben Jahren in Rödermark. Über Freunde bekam er den Platzmangel in den Kitas mit. Zum persönlichen kam der professionelle Aspekt: Die Stiftung betreibt in Hessen schon drei Kindergärten, baut einen vierten und will ein Dreieich eine ebenfalls evangelische Kita übernehmen, deren Träger die Einrichtung nicht mehr finanzieren will. Junga schwebt „ein Cluster von bis zu zehn Kitas auf einem Fleck“ vor. Nur mit dieser Häufung könne die Stiftung qualitativ hochwertige Arbeit leisten. Dazu gehöre auch der Austausch von Personal. Bei Gebühren, Öffnungszeiten und Personalfragen orientiert sich die Stiftung an der Stadt.

Die Perspektiven:

Stadtrat Rotter kann sich eine weitere Zusammenarbeit vorstellen – zum Beispiel bei Renovierung oder Neubau der Motzenbruch-Kita. Diese Frage steht im Herbst an, wenn die neue Kita am Festplatz bezogen wird. (lö)

Quelle: op-online.de

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