Sanierung der Bahnhofstraße geht in die heiße Phase

Ende der Bauarbeiten ist in Sicht

Sand- und Schotterberge türmen sich auf dem unteren Teil der Bahnhofsstraße in Rödermark
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Auf dem unteren Teil der Bahnhofstraße türmen sich Sand- und Schotterberge. Während sich Geschäftsleute Sorgen machen, dass sie während der letzten Umbauwochen von Kunden und Lieferanten abgeschnitten werden, marschieren Schulkinder und ihre Eltern nach wie vor unverdrossen durch die Hügellandschaft.

Der Ausbau der Bahnhofstraße in Rödermark-Urberach geht in die Schlussphase. Anwohner und Einzelhändler sehen dem Ende der Arbeiten mit zähneknirschender Geduld entgegen. Die Stadt muss mit 67.000 Euro weniger Fördergeld auskommen, weil auf der engen Innerorts-Straße die Bürgersteige nicht überall 1,50 Meter breit sein können. Die Sanierung ist ein gemeinsames Projekt der Stadt Rödermark und Hessen Mobil, weil die Bahnhofstraße Teil der L 3097 ist.

Rödermark – Die Bahnhofstraße wird von Grund auf erneuert. Die wichtigsten Punkte im Überblick:

Zeitplan

Das Bauunternehmen arbeitet fristgerecht, teilt Bürgermeister Jörg Rotter mit. Und eine Sorge der vergangenen Woche ist die Stadt jetzt los. Die Telekom hat endlich mit dem Verlegen ihrer Kabel begonnen. Deshalb ist Rotter sicher: Mitte November kann die Bahnhofstraße wieder freigegeben werden.

Finanzen

Auch der Kostenrahmen wird nach Auskunft des Bürgermeisters eingehalten. Hessen Mobil hat die Erneuerung der Bahnhofstraße mit rund 525 000 Euro veranschlagt, die Stadt zahlt etwas mehr als 270 000 Euro. Dabei gehen ihr Zuschüsse von 67 000 Euro durch die Lappen: Sie hatte beim Land Fördermittel für den Gehwege und Parkflächen beantragt. Doch das wurde abgelehnt, weil die Bürgersteige nicht durchgehend mindestens 1,50 Meter breit sind.

Fahrbahnbelag

Die Bahnhofstraße ist die erste Straße in Rödermark, bei der sogenannter heller Asphalt verwendet wird. Der soll die Aufheizung von Siedlungsflächen in heißen Sommern bremsen.

Radweg

Auf der rechten Straßenseite gibt es nur verbindlich markierte Parkbuchten. Nach Ansicht der FDP bietet das die Möglichkeit, einen Sicherheitsstreifen für Radfahrer anzulegen. Doch auch hier scheitert ein kommunaler Wunsch an den Landesvorschriften: Ein solcher Radweg muss wie die Bürgersteige eine Mindestbreite von 1,50 Metern haben. Das lässt sich auf der vergleichsweise schmalen Straße, auf der auch Busse und Lastwagen fahren, jedoch nicht realisieren.

Probleme

Ende August hatten sich Einzelhändler und Handwerker geklagt, dass ihre Grundstücke für Kunden und Lieferanten nur schwer zu erreichen sind. Damals war der obere Teil der Bahnhofstraße zur Kirche hin fast einen Meter tief ausgebaggert. Ähnliche Sorgen haben jetzt die Geschäftsleute aus dem unteren Abschnitt in Gesprächen mit Bürgermeister Rotter und Wirtschaftsförderer Till Andrießen geäußert. Die überlegen, wie sie in der Schlussphase der Asphaltierung helfen können. (Michael Löw)

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