Künstlerin Sylvia Baumer unterstützt deutsch-französischen Schüleraustausch

Glaskunst für die Freundschaft

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Bunte Vielfalt auf Glasquadraten: ein Ergebnis des Festivals „Kultur ohne Grenzen“.

Das Festival „Kultur ohne Grenzen“ hat eine interessante Zusammenarbeit hervorgebracht.

Rödermark – Schon bei der ersten Planung der Organisatoren Sylvia Baumer und Thomas Mörsdorf mit Christine Döbert, der Leiterin der Nell-Breuning-Schule (NBS), und Sabine Berkard, Organisatorin des deutsch-französischen Schüleraustausches, wurde deutlich, dass sich beide Seiten eine aktive Einbindung der Schüler in das Festival wünschten. Fasziniert von den gerade gesammelten eigenen Erfahrungen im Glasschmelzen schlug Baumer vor, in Workshops mit den Austauschschülern aus Bourgoin-Jallieu Glascollagen für beide Schulen zu gestalten. Obgleich der Künstlerin bald Bedenken kamen, dass mit 48 Jugendlichen die Verarbeitung scharfkantiger Glasteilchen doch zu hohe Verletzungsgefahr mit sich bringen würde, wünschten sich die Lehrerinnen, auf diese Weise etwas Bleibendes zu schaffen.

Konzentriert arbeiteten deutsche und französische Schüler gemeinsam.

„Ich war ja selbst von der Idee begeistert und wollte etwas Machbares finden“, erzählt Baumer, die auch in stundenlanger Internet-Recherche keinen Fusingkurs fand, in dem mit mehr als acht bis zwölf Jugendlichen gleichzeitig gearbeitet wurde. Die Lösung war dann doch überraschend einfach, wenn auch sehr zeitaufwendig. In ihrem Künstleratelier schmolz Baumer mehrere tausend kleine Glasteilchen vor, sodass die scharfen Kanten abgerundet waren. Dann fanden zwei Glasworkshops mit jeweils 24 Teilnehmern in der NBS statt. Die Jugendlichen bekamen je ein Set von bunten Teilchen und konnten mit diesen frei gestalten, indem sie die Teilchen auf klaren Glastäfelchen zusammenstellten und aufklebten. Die Werke, die in jeweils 90 Minuten entstanden, waren so unterschiedlich und herrlich fantasievoll, dass auch die Lehrerinnen baten, etwas gestalten zu dürfen.

Neben dem Objekt für die Schul-Collagen konnte jede und jeder noch ein Glastäfelchen für sich selbst zur Erinnerung gestalten. Verletzt hat sich glücklicherweise niemand. Die Kunstwerke wurden nach der Verarbeitung im Schmelzofen in der vergangenen Woche von Sylvia Baumer und Thomas Mörsdorf an die Schülerinnen und Schüler überreicht. Werke der jungen Franzosen werden nach Frankreich gebracht, sobald die NBSler zum Gegenbesuch nach Bourgoin-Jallieu reisen.  

bp

Quelle: op-online.de

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