Rotes Kreuz ist auf vielen Ebenen aktiv

Läden für Bedürftige und Gymnastik

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Das Rote Kreuz organisiert in beiden Stadtteilen Gymnastikkurse für Senioren. Ältere Menschen können sich fit halten – was dem Körper nutzt, tut auch dem Geist Gutes.

Rödermark -  Mehr als ein Dutzend Organisationen und soziale Vereine haben in Rödermark ein offenes Ohr – und offene Türen – für Menschen mit Nöten fast aller Art. Unsere Zeitung stellt die Helfer in einer Serie vor, heute ist das Deutsche Rote Kreuz an der Reihe. Von Christine Ziesecke 

Das rote Kreuz auf weißem Grund wird in Rödermark meist mit Blutspenden in Verbindung gebracht. Die nächste ist am Dienstag, 14. August, in der Kulturhalle. Doch darüber hinaus profitieren die Rödermärker weit mehr vom Deutschen Roten Kreuz (DRK). Die Leiter der Ortsverbände, Wolfgang Müller in Ober-Roden und Günther Meister in Urberach, stellen die Rot-Kreuz-Arbeit vor.
Da ist zunächst einmal der Sanitätsdienst vor Ort und außerhalb bei Veranstaltungen, Sportwettkämpfen und mehr, im Notfall auch mal Fahrdienste. Dafür herrscht fast unbegrenzter Bedarf: „Wir bekommen ständig Anfragen aus Frankfurt“, muss Günther Meister überregional planen. Überregional ist auch die Ausbildung mit Dreieich, Heusenstamm und Dietzenbach. Meister: „Wir sind Mitglied im Betreuungszug des Katastrophenschutzes; die Ausbildungen im Kreisverband ist Pflicht für Sanitätsdienstleistende.“

Auch die schon erwähnten Blutspendetermine werden überregional organisiert. Die Ortsverbände stellen die ehrenamtlichen Helfer und organisieren die Betreuung der Spender.

Wichtige Faktoren sind zwei Geschäfte, die das Rote Kreuz in Ober-Roden betreibt. Jüngstes DRK-„Kind“ ist der Laden „Lebensmittel und mehr“ für bedürftige Rödermärker und Flüchtlinge mit Sozialpass. „Der läuft gut, aber wir suchen dringend noch Helfer, vor allem Fahrer zum Einsammeln der Waren“, bittet Wolfgang Müller um Unterstützung. Denn der Kreis der Betroffenen ist groß: „Wir kommen inzwischen auf die Versorgung von rund 450 „Bedarfsgemeinschaften“ pro Woche, wenn alle Nutznießer zusammengezählt werden. Dafür sorgen rund 35 Helferinnen und Helfer.“

Der „Kleiderladen“ unter der Regie des Kreisverbandes zieht in diesen Tagen von der Dieburger in die Frankfurter Straße um. Hier kann gut erhaltene Kleidung abgegeben werden, und hier kann (im Gegensatz zum Lebensmittelladen) jeder Bürger zur Entlastung der Haushaltskasse für wenig Geld einkaufen.

Der Kleiderladen des Roten Kreuzes zieht derzeit aus der Dieburger in die Frankfurter Straße um. Er wird aber erst am Montag, 20. August, eröffnet und nicht am 13. August, wie noch bis gestern im Schaufenster zu lesen war.  

Das DRK organisiert außerdem Seniorengymnastik in Urberach und Ober-Roden, einmal monatlich einen geselligen Seniorenkreis in Urberach und einmal wöchentlich Gedächtnistraining in Urberach. Dazu kommen in Ober-Roden das Ausleihen von medizinischen Hilfsmitteln wie Lattenroste mit Motor für Krankenbetten, Rollstühle, Krücken oder Rollatoren sowie die Vermittlung von Defibrillatoren-Kursen oder Erste-Hilfe-Seminaren über den Kreisverband. „Wir können keine eigenen mehr anbieten, weil wir keinen Ausbilder mehr haben“, bedauert Wolfgang Müller.

Zahlende Mitglieder werden bundesweit weniger. Doch – noch – machen die Finanzen den Rödermärker Rot-Kreuz’lern keine großen Sorgen: „Wir haben das Glück, dass wir für bestimmte Projekte Geld vom Kreisverband zur Verfügung gestellt bekommen. Es gibt keinen Ortsverein, der so viele Aktivitäten stemmt wie Ober-Roden“, sagt Müller.

Im Alter in eine Wohngemeinschaft ziehen

Daran engagieren sich in Rödermark rund 50 bis 60 Ehrenamtliche, die teilweise parallel in beiden Ortsteilen mitarbeiten, manche viel, manche sporadisch. Insgesamt hat das DRK rund 300 Mitglieder in Urberach und rund 650 in Ober-Roden.

„Was wir suchen, sind neue Mitglieder wie Späteinsteiger, gerne auch über 50 oder fitte Rentner für alle möglichen Aufgaben, denn die jungen Leute sind zunehmend verplant“, wünscht sich Günther Meister.

In nächster Zeit steht manches an, so etwa ein Anbau am DRK-Heim in Urberach – geplant ist ab 2020 ein großer ebenerdiger Unterrichtsraum, der auch für Veranstaltungen genutzt werden kann. Das Projekt wird vom DRK Ober-Roden unterstützt und hoffentlich von Kreis, Land und Bund mitgetragen. „Dann wollen wir auch unser Kursangebot für die Rödermärker Bürger ausbauen.“

Quelle: op-online.de

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