Bike-Sharing an zehn Stationen

Leihrad mit Smartphone aufschließen

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Fritz Thöni zeigte gestern während der Magistratspressekonferenz, wie die Fahrräder der Firma Byke mit dem Smartphone freigeschaltet werden.

Rödermark - 30 blau-gelbe Leihfahrräder sollen den Rödermärkern helfen, schnell von Bahnhof nach Hause oder zum Einkaufen zu kommen. Die Firma Byke ist seit gestern mit zehn Stationen in Ober-Roden, Urberach und Waldacker präsent.

Die Leihfahrräder können an zehn Stationen gemietet werden. Abstellen kann man sie überall, Byke-Mitarbeiter sammeln sie nachts ein und bringen sie zurück.

Rödermark ist nach Langen, Dreieich und Neu-Isenburg die vierte Stadt im Kreis, in der das Berliner Start-up-Unternehmen Byke flächendeckend und unkompliziert Fahrräder verleiht. Bike-Sharing heißt das Konzept, das sich in Frankfurt längst etabliert hat. 30 Räder stehen an zehn Station - fünf in Ober-Roden, vier in Urberach, einer in Waldacker - und werden mit dem Smartphone aufgeschlossen. Vorausgesetzt, man hat eine Byke-App heruntergeladen.
Eine in die App integrierte Karte zeigt die Standorte der Fahrräder an. Um eines auszuleihen, scannt man den am Lenker oder hinteren Schutzblech angebrachten QR-Code und das Schloss öffnet sich nach wenigen Sekunden automatisch. Am Ende der Fahrt schließt man das Schloss und beendet so die Miete. Die Mieter können das Rad parken, wo sie wollen: Wer sich eins am Bahnhof für den Heimweg geliehen hat, stellt’s vorm Haus ab. Es darf nur niemanden behindern. Der Nachbar kann’s am nächsten Morgen für den Weg zur Arbeit benutzen.

Byke hat sich der Stadt gegenüber verpflichtet, dass nie mehr als zehn Räder auf einem Fleck stehen. Notfalls fährt ein Serviceteam nachts durch den Ort und verteilt sie so um, dass die zehn Stammstationen bestückt sind.

Die Mieten sind gestaffelt und beginnen bei 50 Cent für 30 Minuten. Eine Flatrate von 50 Euro pro Jahr ermöglicht die Nutzung von 2000 Byke-Rädern im Rhein-Main-Gebiet. „Vielen Menschen können wir bereits eine unkomplizierte Transportmöglichkeit bieten, die einen wesentlichen Schritt zu sauberen Städten mit weniger Autos darstellt“, fasst Geschäftsführerin Julia Boss die Vorteile zusammen. Das Bike-Sharing sei auch ein attraktives Angebot für Pendler: „Jemand, der in Rödermark wohnt und in Frankfurt arbeitet, kann in beiden Städten Wohnung, S-Bahn und Büro erreichen.“

Welches Pedal taugt für welchen Radler

Byke hat sein Leihprogramm in enger Zusammenarbeit mit Klimaschutzmanagerin Daniela Mogk auf Rödermärker Verhältnisse abgestimmt. Das Bike-Sharing sei ein weiterer Schritt zu der von Umweltfreundlichkeit und Nachhaltigkeit geprägten Stadtpolitik, sagt Bürgermeister Roland Kern: „Das passt zu unserer Arbeit für den Klimaschutz und die Verbesserung der Nahmobilität.“

Byke-Manager Fritz Thöni will die Rödermärker Stationen noch im Frühjahr mit „schnelleren“ 28-Zoll-Rädern aufwerten, die auch einen größeren Transportkorb am Lenker haben. (lö)

Quelle: op-online.de

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