Dreimal Traumnote 1,0

NBS-Abiturienten sind vernunftgetrieben, erlebnisorientiert und digital

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Einser-Absolventen: Elf Schülerinnen und Schüler schafften in diesem Jahr ihr Abitur mit Noten von 1,0 bis 1,3. Dazu gratulierten Rektorin Christine Döbert (links), Oberstufenleiterin Barbara Kühnl (2. von links) und Bürgermeister Roland Kern.

Die Leistungsdichte der 102 Abiturienten ist in diesem Jahr extrem hoch: Adriana Willmutz, Tim Westerwald und Alina Grabinski beendeten 13 Jahre an der Nell-Breuning-Schule (NBS) mit der Note 1,0.

Ober-Roden – Yannick Gäckle, Fadime Sertdere, Wibke Hahn und Charlotte Schilling schafften einen Notendurchschnitt von 1,1; Niklas Bartruff und Lino Ardid von 1,2 sowie Zoe Teike und Jonas Gotta von 1,3. Der Gesamtschnitt liegt bei 2,2.

Hoch war die Zahl der Sonderpreise, die Forschungseinrichtungen oder die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau für herausragende Leistungen in Physik, Chemie, Mathe, Philosophie oder Sprachen verliehen.

Oberstufenleiterin Barbara Kühnl, die manche der Abiturienten seit August 2010 begleiten durfte, bescheinigte ihnen, ein engagierter und fleißiger Jahrgang gewesen zu sein. An ihrem Motto „Abiversum – Univers is Ours!“ (in etwa: „Abitur – Das Weltall gehört uns“) fasste Rektorin Christine Döbert die Abgänger: „Die Welt ist euch wohl nicht genug!“ Sie erinnerte daran, dass sowohl der Klimawandel als auch der Europagedanke einschließlich des Brexit eine neue Politisierung der Jugend bewirkt habe, und mahnte: „Ihr werdet die Generation sein, die all diesen Herausforderungen begegnen und mit ihnen umgehen muss.“ Und sie wandelte das Motto passend ab: „The Earth is Yours! Möge die Macht mit euch sein!“

Seine letzte akademische Abiturfeier „im Dienst“ bewegte Bürgermeister Roland Kern dazu, die Vorzüge der NBS gerade heutzutage als Europaschule hervorzuheben und sich mit Blumen bei Rektorin Christine Döbert zu bedanken. Die Schulleiterin wiederum lobte das enge und gute Verhältnis, in dem die Schule mit der Stadt zusammenarbeitet und damit viele Möglichkeiten bekommt. In der Kulturhalle finden ja nicht nur die Feiern, sondern auch Hochschultage und Symposien statt.

Die Tutoren Monica Lorenz und Simone Lemke verglichen die Abiturienten auf höchst amüsante Weise mit einem guten Wein des Jahrgangs 1999/2000. Nicht ohne dessen Vorzüge oder Nachteile zu beschreiben, allem voran den Übergang von der „Generation X“ zur „Generation Z“ – vernunftgetrieben, dennoch erlebnisorientiert, reiselustig, kreativ und natürlich allzeit digital.

Die Sprecher des Abiturjahrgangs, Adriana Willmutz und Özgün Tatar, rundeten ihre schulische Laufbahn durchaus ernsthaft ab. Sie betonten, dass nicht nur neue akademische Erkenntnisse ihre Reise zur Selbstfindung wertvoll machten, sondern vor allem die Zusammengehörigkeit mit Mitschülern, Freunden und Eltern im Miteinander des Lernens.

Sie zitierten den früheren US-Präsidenten Barack Obama, nach dem die Zukunft in den eigenen Händen liegt: „Die Zukunft – wir erschaffen sie, wir sind mächtig.“ Das große Unbekannte wird zugleich zur Chance: „Wir können nicht darauf warten, dass Andere unsere Probleme lösen, sondern es liegt jetzt an uns. Wir gestalten unsere Zukunft!“ (chz)

Quelle: op-online.de

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