FDP fordert Taten

Neue Diskussion über Bahnschranke in Ober-Roden

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Im Bürgermeisterwahlkampf vor zwei Jahren hatte sich CDU-Kandidat Carsten Helfmann (3. von rechts) für kürzere Schranken-Schließzeiten stark gemacht. Anlass war ein Brief des Bahn-Managements an die Bundestagsabgeordnete Patricia Lips (links).

Ober-Roden – Die FDP macht Druck in Sachen Schranken-Schließzeiten. Ihre Befürchtung: Wenn die S 1 noch häufiger im 15-Minuten-Takt fährt, werden die Staus in der Dieburger Straße noch länger.

Seit dem Start der S-Bahn im Dezember 2003 hadern Autofahrer, Radler, Fußgänger und Anwohner gleichermaßen mit den augenscheinlich unnötig langen Schranken-Schließzeiten mitten in Ober-Roden. „Für die FDP drängt sich die Frage auf, inwieweit bei einer Takterhöhung und zugleich bei gleichbleibenden Schließzeiten der Bahnübergang überhaupt noch wie lange „offen“ zur Querung sein wird?“, sagt Fraktionsvorsitzender Tobias Kruger und erinnert an den Bürgermeisterwahlkampf vor zwei Jahren: „Im Januar und Februar 2017 kochte das Thema nach diversen und erfolglosen Vorstößen dazu in der Stadtverordnetenversammlung als pures Wahlkampfgetöse wieder hoch.“

Auslöser seinerzeit war ein Schreiben der Deutschen Bahn an die Urberacher Bundestagsabgeordnete und damalige CDU-Vorsitzende Patricia Lips, wonach sich durch einen umfassenden Eingriff in den Betriebsablauf, Änderungen an der Signaltechnik sowie Änderungen an der Steuerung des Stellwerkes in Offenbach-Ost die Schließzeiten am Bahnübergang in Ober-Roden verkürzen ließen. Die Bahn nannte, grob geschätzt, Kosten in Höhe von 500.000 Euro. Der Magistrat teilte wenig später mit, dass geprüft wird, ob diese Maßnahmen in das Projekt „Stadtumbau Ober-Roden“ einbezogen werden kann. Im Förderantrag war diese Position laut FDP noch mit der entsprechenden Summe enthalten.

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Doch jetzt sei eine Förderung über dieses Projekt nicht mehr möglich, denn die Optimierung der Schranken-Schließzeiten findet sich im Integrierten Stadtentwicklungskonzept („ISEK“) nicht wieder, klagt Kruger.

Seiner Ansicht nach gibt es „kein schlüssiges Argument dafür mehr, länger abzuwarten um bei der dringlichen Lösung des Problems die Umsetzung des vor zwei Jahren in die Diskussion gebrachten Weges endlich auf die Schiene zu setzen.“ Die Liberalen haben daher zur nächsten Sitzung der Stadtverordnetenversammlung einen Antrag und eine Anfrage zu den Schranken-Schließzeiten in Ober-Roden eingebracht.

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Die FDP will zum einen Fördermöglichkeiten für eine technische Optimierung erkunden und belastbare Zahlen zu den Kosten für die technisch nötigen Umbauschritte in Erfahrung bringen. Der Magistrat soll außerdem erläutern, welche Voraussetzungen Rödermark seinerseits für den Umbau schaffen kann und muss, damit die Schranken länger oben bleiben. (lö)

Quelle: op-online.de

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