Amtsinhaber soll bei Wahl erneut antreten

Oliver Quilling will Landrat bleiben

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Oliver Quilling möchte Landrat bleiben

Rödermark - Die CDU im Kreis Offenbach läuft sich warm für wichtige Wahlen in den nächsten beiden Jahren. Und der Spielführer würde seinen Vertrag gerne um fünf weitere Jahre verlängern. Von Ralf Enders 

Landrat Oliver Quilling wird bei der Direktwahl am 27. September 2015 aller Voraussicht nach wieder Unionskandidat für den Posten des Chefs im Dietzenbacher Landratsamt sein. Dies gaben Quilling und der CDU-Kreisvorsitzende Frank Lortz gestern in Ober-Roden bekannt. Ein „Nominierungsparteitag“ am 13. März in Mühlheim muss die Kandidatur Quillings noch bestätigen, was jedoch als sicher gilt. Der gelernte Jurist und ehemalige Neu-Isenburger Bürgermeister wird im nächsten Jahr 50. Er ist seit 2010 Landrat.

Wenige Monate nach der Landratswahl, im Frühjahr 2016, finden in Hessen Kommunalwahlen statt. Dann steht die Große Koalition aus CDU und SPD im Kreis Offenbach auf dem Prüfstand der Wähler. Und geht es nach der CDU und Quilling, soll diese fortgesetzt werden - auch wenn in Wiesbaden derzeit noch Schwarz-Grün en vogue ist. Quilling und Lortz betonten die gute Zusammenarbeit mit der SPD und mit deren Spitzenpersonal, also dem Kreisbeigeordneten Carsten Müller und dem Kreistagsfraktionschef Werner Müller. „Ich habe ein kollegiales, fast herzliches Verhältnis zu Carsten Müller“, sagte Quilling. Bei der Landratsstichwahl 2009 stimmten 63,3 Prozent der Wähler für Quilling. Auf seinen Herausforderer Carsten Müller entfielen 36,7 Prozent. „Wir sind zuversichtlich, aber nicht überheblich“, sagte Lortz und versprach einen „sehr fairen Wahlkampf“.

Quilling umriss die Themenschwerpunkte einer möglichen zweiten Amtszeit, allen voran die Haushaltskonsolidierung. Zudem nannte er das Ganztagsschulkonzept, den Breitbandausbau, die Wirtschaftsförderung und das Mobilitätskonzept. Die Verträge der öffentlich-privaten Partnerschaft zur Bewirtschaftung der Schulen laufen 2019 aus, hier müsse bereits Vorarbeit geleistet werden. „Die Zufriedenheit bei Schülern und Eltern ist groß, wir möchten das in ähnlicher Qualität fortsetzen“, sagte Quilling. Auch der umstrittene Vertrag mit der Strotthoff International School in Dreieich läuft 2019 aus. Und dass das Thema Flüchtlinge angesichts der Weltlage den Kreis noch über Jahre beschäftigen wird, darüber macht sich der Landrat keine Illusionen.

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Vier Millionen Euro mehr als 2013 müsse der Kreis in diesem Jahr hier investieren. Quilling sieht Berlin gefordert: „Der Bund müsste den Kommunen hier viel mehr Unterstützung geben.“ Die Kreis-CDU bezeichnet sich insgesamt als sehr gut aufgestellt, wenngleich Lortz zufolge bei den anstehenden Wahlen eine maßvolle Verjüngung stattfinden soll. Der Kreistagsvorsitzende Paul Scherer etwa, der nächstes Jahr 80 wird, werde nicht mehr kandidieren. Nach dem Parteitag im März will man einen Schlachtplan für die Wahlen entwerfen. Die heiße Phase des Wahlkampfs soll am 15. September mit einem großen Familienfest eingeläutet werden, an dem Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) teilnehmen soll.

Quelle: op-online.de

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