Genossen sind vor Sondierungsgespräch mit der CDU optimistisch

SPD peilt eine Vierer-Koalition an

Rödermark - Die SPD geht mit breiter Brust ins Sondierungsgespräch mit der CDU, das am Donnerstagabend stattfindet.

Samuel Diekmann - aus Parteisicht „heimlicher Gewinner der Bürgermeisterwahl“ - will mit einem Vierer-Bündnis aus SPD, FDP, Freien Wählern und CDU die Politikwende schaffen. Die beiden unterlegenen Kandidaten Carsten Helfmann (CDU) und Samuel Diekmann (SPD) hätten gemeinsam für einen progressiven Neustart der Stadtpolitik gestanden. „Wir werden sehen, ob die Christdemokraten immer noch für diese Ziele einstehen oder ob sie einfach wieder zum Status quo springen“, sagt der Parteivorsitzende Hidir Karademir. Die CDU hatte nach dem Wahlsieg des amtierenden Bürgermeisters Roland Kern Sondierungsgespräche mit allen Parteien angekündigt - ohne jedoch die 2016 erneuerte schwarz-grüne Koalition platzen zu lassen.

Die SPD greift zwei Impulse Helfmanns auf. Als erstes will sie flexiblere Kita-Zeiten, auch während der Ferien, ins Stadtparlament einbringen. Thema Nummer zwei ist „die unsägliche Geschichte mit den Stau- und Wartezeiten an den Bahnschranken in Ober-Roden“. Eine SPD-Anfrage an den Magistrat soll klären, ob hier wirklich neue Erkenntnisse und Möglichkeiten vorliegen, wie die CDU im Wahlkampf behauptet hatte.

Die CDU tut laut Karademir gut daran, die im Wahlkampf propagierten, progressiven Ziele nicht wieder im politischen Alltag zu verwässern. Die Sondierungsgespräche seien ein guter Gradmesser. Unabhängig vom Ausgang der Gespräche will die SPD in den nächsten Sitzungen des Stadtparlaments mit Anträgen die Impulse aus dem Wahlkampf einbringen. „Diese Phase war auch eine Ideenwerkstatt, gute Ideen und Inhalte dürfen nicht einfach verpuffen!“, fordert Diekmann. (lö)

Bilder zur Bürgermeister-Stichwahl in Rödermark

Quelle: op-online.de

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