Rödermark putzt sich fein heraus

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23 Kinder der Klasse 4a der Trinkbornschule machten gemeinsam mit 17 Eltern und Familienmitgliedern und Lehrerin Andrea Schöps reiche Beute.

Ober-Roden - (chz) Die ersten Sonnenstrahlen kamen heraus - und prompt machte sich Rödermark frühlingsfein. Nicht nur beim alljährlichen Gemarkungsputz, sondern auch mit vielen kleineren Aktionen sorgten Bürger für eine aufgeräumte Stadt.

„Wir leben hier, und da wollen wir auch etwas dafür tun!“ So wie der Ober-Röder Hermann Bühring, der sich beim Gemarkungsputz mit seiner Frau Gitte und mit Gitta Holler vom Bahnübergang Ober-Roden zum Rödermarkring durchkämpfte und sich nicht nur über tütenweise Müll und Glasscherben, sondern auch noch über gebündelte Zeitungsstapel im Straßengraben und in den Hecken ärgerte, dachten viele Rödermärker am Samstag. Rund 130 Kurzzeit-Müllmänner und -frauen, darunter rund 70 Kinder, sammelten tonnenweise Müll, der eigentlich von den Mitbürgern ganz leicht zu entsorgen wäre, was vielen Helfern sauer aufstieß.

Alfred Röder, Elke Heidelbach und Gärtner Klaus Büttner (von links) sorgten für neue stützende Äste in der Weidenkirche.

Die 23 Kinder der Klasse 4a der Trinkborn-Schule, die gemeinsam mit 17 Geschwistern, Eltern und Lehrerin Andrea Schöps schon zum dritten Mal dabei waren und entlang der Rodau bis hin zum Spielplatz hinterm Hallenbad Unrat einsammelten, staunten über besondere Funde von Damenhandtaschen bis zu Grillschalen. „Nun werden sie die Schule wechseln, aber ich hoffe, dass bei den Kindern etwas Positives von diesen Aktionen hängen geblieben ist“,fasste Andrea Schöps das Engagement der Klasse zusammen.

Großfundstücke bei den Pfadfindern in Urberach: Waschmaschine, Reifen, Schreibmaschine und die riesige Unterbodenschutz aus Kunststoff von einem Pick-Up-Autos - hier konnte Gruppenleiter Sebastian Schubert mit den Wölflingen Maximilian, Hagen, Yannick, Oliver und Jacob gleich Naturschutz üben. Nach drei Stunden intensiver Arbeit erwartete die „sauberhaften Helden“ im Betriebshof der Stadt ein herzhafter Imbiss und eine Tombola, wie auch der ganze Gemarkungsputz gut vorbereitet von den städtischen Mitarbeitern, allen voran Siegrun Rock, Gabriele Pflug und Matthias Weber.

Frühjahrsputz an der Reitanlage der Pferdefreunde.

Der Fairness halber wurden nicht mehr die größten Gruppen geehrt, sondern jeder Saubermann und jede Sauberfrau nahmen an einer Verlosung von Badehausgutscheinen, Biomüllbehältern und mehr teil; alle Kinder bekamen zusätzlich auffallende Brotboxen als Dankeschön.

Den Hauptpreis zog Glücksfee Michelle Roth (6) für die DRK-Jugendgruppe, die wie viele andere Gruppierungen mit fünf Kindern und zwei Betreuerinnen teilgenommen hatten. Nicht viel zu tun hatten die Mitarbeiter bei der Infoveranstaltung rund ums neue Abfallsystem - es gibt offensichtlich keine neuen Probleme mehr und die überwiegende Zahl der Bürger ist rundherum zufrieden, damit wie es läuft.

Auch jenseits der städtischen Aktion nutzten Vereine und Gruppen den Samstag für Großputz.

Bei den Pferdefreunden Urberach auf dem Gelände der Familie Geiß in der Römerstraße halfen zehn Vereinsmitglieder einschließlich Sylvia und Carlo Geiß beim Frühjahrsputz auf dem Gelände. Zentnerweise Äste gesägt und zerkleinert, Laub gefegt, Springplatz geebnet und gepflegt, die Betonrinne gesäubert, die drei riesigen Spiegel und vieles mehr in der Halle gereinigt, die Bande gesäubert und wie alles weitere Holz gestrichen -das sollte möglichst viermal im Jahr erledigt werden, aber vor allem im Frühjahr und im Herbst.

Sylvia Geiß freute sich über die Fortschritte: „Wir wollen alles richtig schön machen, weil wir Ende Mai einen Tag der offenen Tür anbieten wollen, an dem wir die Ställe und den Verein näher vorstellen.“

Betrüblich war die Beteiligung am Arbeitseinsatz in der Weidenkirche, der gegen viel Konkurrenz zu kämpfen hatte, sich aber nicht verschieben ließ. Neun neue große, kräftige Zweige, die bis in die Kuppel reichen, hatte Gärtner Klaus Büttner vormittags ganz alleine vom Kühkopf geholt; nachmittags halfen Elke Heidelbach und Alfred Röder, bohrten Vertiefungen für die neuen Zweige, füllten die Löcher auf und gossen an.

Nur ein einziger, eher zufälliger Gast war dem Aufruf des Ehrenamtsbüros gefolgt, der dann auch fleißig Wasserkübel schleppte, um die neuen Zweige anzugießen: Kulturamtschef Wolfgang Hitzel. Im nächsten Schritt werden neue Zweige ins Kuppelgeflecht eingewoben werden, wird das Weidenkreuz erneuert und die über den Winter im Trockenen aufbewahrten Bänke wieder aufgebaut werden.

Quelle: op-online.de

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