Rödermark putzt sich heraus

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Die Putzkolonne der Klasse 3a der Trinkbornschule in der Nähe des Rödermarkrings.

Ober-Roden (chz) ‐ Die zahllosen blauen Müllsäcke überall im Stadtgebiet und mehrere Berge voller großformatiger Altlasten ließen es am Samstag Nachmittag erkennen: Rödermark war wirklich putzmunter, wie das Motto versprach, denn die Resonanz beim Frühjahrsputz war höher denn je.

Das makellose Frühlingswetter unterstützte die Putzlaune der Bürger und sorgte mit fast 300 Helfern für einen neuen Rekord nicht nur gegenüber den rund 130 Helfern vom vergangenen Jahr. Darunter waren diesmal allein rund 130 Kinder, die meisten davon aus Trinkbornschule, Nell-Breuning-Schule und der Schule an den Linden sowie mehreren Kindergärten. Das Kinderhaus unter dem Regenbogen war mit über 50 Kindern, Erziehern und Eltern die größte Gruppe im Putztrupp. Sie hat schon aus ihrer Teilnahme an der landesweiten Aktion „Sauberhafte Helden“ einen besonderen Blick aufs Aufräumen.

Zwei von sechs regen Putzleuten der Siedlergemeinschaft Waldacker sind aus jahrelanger Erfahrung findig geworden: Maria August hat sich einen Einkaufsroller zur Fortbewegung des oft bleischweren Müllsacks mitgebracht.

20 Vereine und Gruppen hatten sich angemeldet, darunter manche zum ersten Mal wie etwa der „Rödermärker Brotkorb“, der neben vielen Mitarbeitern auch zwei seiner Kunden zum Helfen gewinnen konnte. Nach der Anmeldung im Betriebshof, der Zuweisung eines Sammelgebietes und der Ausgabe des Arbeitsmaterials wie Handschuhen, Greifer und Müllsäcken strömten die Gruppen aus. Einige waren sichtlich betroffen von der Menge des Unrates, den sie zwischen Zäunen und Hecken, auf der Wiese oder und am Straßenrand fanden.

„Ich fahre Rödermark regelmäßig ab, und in diesem Jahr ist es schon im Vorfeld relativ ordentlich“, hatte Sachbearbeiter Matthias Kroneisen zuvor noch die Hoffnung auf besonders große Sammelergebnisse gedämpft, doch die Realität überholte die Aussage: Was da von vollen Windeln, Unterhosen, Geschirrtüchern und Farbkübeln bis zu Rädern, Reifen und Rasenmähern aufgegabelt wurde, sorgte doch für ratloses Kopfschütteln. Manche Häufungen wie etwa ein drastischer Sammelberg mit Raritäten vom Rasenmäher bis zum Farbkübel zwischen Oberwiesenweg und Kleingärtneranlage lösten sogar bei den bei den Trinkbornschülern besonderen Unmut aus. Flaschen und Dosen waren da fast schon alltäglich in den 61 Sammelgebieten.

Sichtlich stolz auf seine Beute und schon erfahren im Müllsammeln: Lukas, der mit den Kindern des Kinderhauses unter dem Regenbogen bereits den Landespreis der „Sauberhaften Helden“ gewonnen hatte.

Belohnt wurden die eifrigen Teilnehmer schließlich mit einer Brotzeit im Betriebshofgelände und mit einer Verlosing von Biomülleimern, Gutscheinen fürs Badehaus und anderen Preisen. Alle Kinder bekamen Brotdosen oder Trinkflaschen, deren Aufdruck ständig an die Aktion erinnert: „Piccobello Kids – Gemarkungsputz Putzsauber in Rödermark“.
Erster Stadtrat Alexander Sturm dankte neben den vielen Helfern auch den Mitarbeitern der Eigenbetriebe, allen voran Organisationschefin Siegrun Rock. „Wir haben wohl viele persönliche Erfahrungen heute gemacht. Gewinner ist aber allemal die Gemarkung, die hiermit ein deutliches Stück sauberer geworden ist.“ Noch mehr freuen würde sich der Chef der Eigenbetriebe allerdings wohl, wenn die Aktion erst gar nicht nötig wäre.

Quelle: op-online.de

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